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Amerikanischer Soldat offenbar freiDPA-Datum: 2004-07-06 07:54:13

Bagdad (dpa) - Bei einem amerikanischen Luftangriff in der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falludscha sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtete der arabische Fernsehsender El Dschasira unter Berufung auf Ärzte in der Stadt.

Bagdad (dpa) - Bei einem amerikanischen Luftangriff in der westirakischen Aufständischen-Hochburg Falludscha sind mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Dies berichtete der arabische Fernsehsender El Dschasira unter Berufung auf Ärzte in der Stadt.

Die irakische Übergangsregierung in Bagdad bestätigte den Angriff am späten Abend. Es habe um einen Schlag gegen das Netzwerk des jordanischen Top-Terroristen Abu Mussab el Sarkawi gehandelt. Unterdessen soll der von irakische Extremisten entführte US-Soldat Wassif Ali Hassun wieder auf freiem Fuß sein.

In einer Erklärung habe die Gruppe «Nationale Islamische Widerstandsbewegung im Irak» die Freilassung des 24-jährigen US-Marines mitgeteilt, berichtete der arabische Nachrichtensender El Dschasira am Montagabend. Hassun sei freigekommen, nachdem er versprochen habe, nicht zur US-Armee zurückzukehren. Hassun ist US- Bürger libanesischer Abstammung. Eine unabhängige Bestätigung für seine Freilassung gab es zunächst nicht. In Beirut sagte sein Bruder Sami Hassun der Deutschen Presse-Agentur (dpa), er habe nur aus den Medien davon gehört. «Aber ich hoffe, dass er in Sicherheit ist».

Wie der irakische Übergangsministerpräsident Ijad Allawi am späten Montagabend in einer Presseerklärung in Bagdad mitteilte, habe es sich bei dem Luftangriff auf Falludscha um einen gezielten Angriff auf die Terrorgruppe von Abu Mussab el Sarkawi gehandelt. «Die irakischen Sicherheitskräfte stellten eindeutige und überzeugende nachrichtendienstliche Hinweise zur Verfügung, um einen Präzisionsschlag gegen ein bekanntes Versteck Sarkawis im Südosten von Falludscha durchzuführen», hieß es in der Erklärung.

Es handelte sich um den fünften Luftschlag gegen Ziele in Falludscha seit Mitte Juni. Insgesamt waren dabei Dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben von Bewohnern und Behörden in der Stadt sollen die Opfer vor allem unbeteiligte Zivilisten gewesen sein.

Dem Jordanier Sarkawi, der der Terror-Organisation El Kaida von Osama bin Laden nahe stehen soll, werden zahlreiche blutige Selbstmordanschläge sowie Entführungen von und Morde an Ausländern zugeschrieben.

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