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Amerikas Börsen immer noch im Minus

Zur Mittagsstunde erholen sich Amerikas wichtigste Aktienindizes von ihren bisherigen Tagestiefständen, notieren jedoch weiterhin im Minus.

Nach einer bewegten Börsenwoche beeinflussen auch am Freitag eine Vielzahl von Unternehmensmeldungen und Wirtschaftsdaten die Wall Street. Der Nasdaq Index wird die Woche voraussichtlich mit dem siebten Wochenverlust in Folge beenden.

Neben dem erfreulich ausgefallenen Produzentenpreisindex belastet eine Studie über das US-Verbrauchervertrauen die Stimmung der Anleger. Die Kernrate des Produzentenpreisindex fiel im Februar stärker als erwartet um 0,3 Prozent und deutet damit nicht auf steigende inflationäre Tendenzen der US-Wirtschaft. Eigentlich ein Grund zur Freude für die Anleger, wären da nicht die neuesten Veröffentlichungen über die Entwicklung des Verbrauchervertrauens. Laut einer vorläufig veröffentlichten Studie der University of Michigan soll das Verbrauchervertrauen im März im Vergleich zum Vormonat gestiegen sein.

Je größer das Vertrauen der Verbraucher in die Entwicklung der US-Wirtschaft ist, desto geringer wird der Druck auf Notenbank-Chef Alan Greenspan die US-Leitzinsen erneut zu senken. Die Anleger befürchten eine harte Landung der US-Wirtschaft und hoffen nach wie vor auf einen weiteren Zinsschritt am kommenden Dienstag.

Negative Unternehmensmeldungen belasten die Wall Street zusätzlich.

Mit Aktienverkäufen reagieren die Anleger am Morgen auf die Gewinnwarnung von Computer Sciences. Der Service-Provider wird die Ertragsschätzungen für das vierte Quartal deutlich verfehlen. Das Unternehmen reduziert die Gewinnprognosen von 92 Cents pro Aktie auf 35 bis 37 Cents pro Aktie. Gleichzeitig kündigte das Unternehmen die Entlassung von rund 900 Mitarbeitern an. Die Analysten von Goldman Sachs nehmen die Aktie von Computer Sciences von der "Empfehlungsliste"und setzen sie auf "Market Outperformer". Sie reduzieren die Gewinnerwartungen für das laufende Jahr.

Auch Oracle notiert nach enttäuschenden Quartalszahlen und pessimistischen Prognosen schwächer. Unter Druck geraten zum Wochenschluss vor allem Chip- und Computerwerte. Nachdem ASM Lithography vor einer rückläufigen Umsatzentwicklung auf dem Sektor für Maschinen für die Chipproduktion sorgte, verloren auch Micron und Altera an Wert. ASM Lithography begründete seine Umsatzwarnung mit der rückläufigen Nachfrageentwicklung nach Chips.

Während IBM die Liste der Dow Jones-Verlierer anführt kann sich Konkurrent Compaq trotz Gewinnwarnung im Plus halten. Nach Gewinnwarnung von Dell und Gateway scheinen weitere schlechte Nachrichten zumindest auf diesem Sektor bereits eingepreist zu sein.

Doch auch die Aktie der Komponentenhersteller für die Kommunikationsindustrie Hat es schwer. JDS Uniphase und Ciena notieren schwächer.

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