AmHeiligabend gibt es einen Rückblick auf die Fußball-Champions-League-Spiele
Zum Weihnachtsfest trieft im Fernsehen das Blut

Trotz aller Appelle der Kirchen in den vergangenen Jahren bleiben viele Fernsehsender zum Weihnachtsfest ihren Prinzipien treu: Bereits am Heiligen Abend und auch an den folgenden Feiertagen fließt das Blut am Bildschirm gleich hektoliterweise. Kriegsfilme, Actionstreifen und Thriller wechseln sich vornehmlich bei den Privatsendern ab. "Vor allem die Privatsender befriedigen Bedürfnisse, die kommerziell orientiert sind", sagt ein Sprecher der katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Bonn.

HB/dpa HAMBURG. "Die Sender selbst sind hilflos, mit dem Geheimnis der Menschwerdung Gottes umzugehen." Gleich am Heiligen Abend geht es am Bildschirm wild zu. RTL zeigt um 21.45 Uhr den US-Kriegsfilm (1975) "Schlacht um Midway" mit Charlton Heston und Henry Fonda. SAT.1 hält um 22 Uhr mit Clint Eastwoods "Firefox" aus dem Jahr 1981 entgegen, in dem Eastwood auch über diverse Leichen geht. ProSieben wiederholt um 22.10 Uhr "Highlander I" von 1985 mit Christopher Lambert, bei dem auch die Fetzen fliegen. Deutlich gemäßigter kommen die Filme "Santa Claus - Eine schöne Bescherung" (ARD, 20.15 Uhr), "Weihnachten mit Marianne und Michael" (ZDF, 20.15 Uhr), "Eine wüste Bescherung" (RTL, 20.15 Uhr) und "Evita" (SAT.1, 19.30 Uhr) daher.

Noch mehr Blut fließt am 1. Weihnachtstag, wenn RTL nach der Romanze "Die Braut, die sich nicht traut" (20.15 Uhr) den Thriller "Die Knochenjäger" (22.30 Uhr) mit Angelina Jolie ausstrahlt. Wechselbad auch bei SAT.1: Nach dem immer wieder erfolgreichen Kultfilm "Sissi" (20.15 Uhr) tritt im Horrorstreifen "Calling" der leibhaftige Teufel in Aktion. Geena Davis und Samuel Jackson führen die Zuschauer auf ProSieben um 22.40 Uhr in "Tödliche Weihnachten". Und RTL II will sich auch nicht zurückhalten und sendet um 22.20 Uhr den Thriller "Virtual Matrix - Die tödliche Mission". Auch am 2. Weihnachtstag senden die Privatanbieter viele Horror- und Actionfilme.

Doch es gibt auch andere Höhepunkte zum Fest: Der Kulturkanal Arte zeigt in deutscher Erstausstrahlung am 25. Dezember beide Folgen des neuen Zweiteilers "Trenck - Zwei Herzen gegen die Krone" mit Ben Becker in der Hauptrolle, den das ZDF erst im nächsten Jahr ausstrahlt. Die ARD startet für Kinder am Heiligen Abend um 9.50 Uhr die neue Serie "Der kleine Eisbär". ARD-Reporter Klaus Bednarz lädt ab 1. Weihnachtstag (22.15 Uhr) zu seinem Dreiteiler "Östlich der Sonne- vom Baikalsee nach Alaska", für den er fünf Monate lang auf Reisen war. Und wer das Fest von einer anderen Seite betrachten möchte, kann sich "Die dümmsten Weihnachtsfeste der Welt" auf RTL II am 24. Dezember (16 Uhr) angucken.

Für Weihnachtsmuffel ergeben sich noch ganz andere Alternativen: Eurosport gibt Heiligabend einen Rückblick auf die Fußball- Champions-League-Spiele (20.15 Uhr), und das DSF erinnert zur selben Zeit an die Hinrunde der Fußball-Bundesliga. Der Münchner Privatsender Neun live verbreitet nachts sein übliches Erotikprogramm und eröffnet seinen Anrufern am 1. Weihnachtsfeiertag ab 21.30 Uhr die Chance, eine Million Euro zu gewinnen.

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