Amnesty warnt vor Blutbad wie in Kale-e-Dschangi
USA fliegen erneut Angriffe auf Tora Bora

Die USA haben am Dienstagabend neue Angriffe auf Ziele bei der Bergfestung Tora Bora im Osten Afghanistans geflogen. Mindestens ein US-Kampfflugzeug sei zu sehen gewesen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP.

afp TORA BORA. Die Menschenrechtsorganisation amnesty international (ai) warnte vor einem Blutbad wie in Kale-e-Dschangi bei Masar-i-Scharif, wo Ende November Hunderte Kämpfer ums Leben kamen.

Ein afghanischer Kommandeur hatte am Morgen von der Kapitulation der in Tora Bora verschanzten Anhänger des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden berichtet. US-Generalstabschef Richard Myers sagte dagegen in Washington, den USA lägen keine Informationen über eine Aufgabe der El-Kaida-Kämpfer vor. Die USA fliegen seit acht Tagen schwere Luftangriffe auf die Bergfestung.

In einer in London veröffentlichten Erklärung forderte ai "entsprechende Maßnahmen für die Gefangennahme und zum Schutz der Gefangenen" bei einer Kapitulation. Vorgänge wie in der Festung bei Masar-i-Scharif dürften sich nicht wiederholen. Die Organisation verwies auch auf einen US-Zeitungsbericht, wonach mehr als hundert gefangen genommene Taliban-Kämpfer erstickten, als die Nordallianz sie in Frachtcontainern in ein Gefängnis brachte. Zur korrekten Behandlung der Gefangenen solle das Internationale Komitee vom Roten Kreuz die Gefangennahme überwachen, forderte ai.

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