Amoklauf in Winnenden – Mehdorn tritt ab
März 2009

In Köln stürzt das Stadtarchiv ein, bei einem Amoklauf an einer Schule in Winnenden sterben 16 Menschen, der Inzest-Täter von Amstetten wird zu lebenslanger Haft verurteilt, die Regierungen in Ungarn und Tschechien werden gestürzt, Bahnchef Mehdorn tritt zurück und Netanjahu führt die neue Regierung in Israel.

1.3.: Die Staats- und Regierungschefs der EU lehnen auf einem Krisen-Gipfel in Brüssel einen Hilfsfonds für Osteuropa ab.

Die Tarifparteien im öffentlichen Dienst einigen sich auf eine zweistufige Gehaltserhöhung im Gesamtvolumen von 5,8 Prozent für die 700.000 Angestellten der Länder.

Bei Landtagswahlen in den österreichischen Bundesländern Kärnten und Salzburg muss die SPÖ Verluste hinnehmen. In Kärnten wird das rechtsgerichtete Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ) stärkste Partei. In Salzburg gewinnen die Sozialdemokraten trotz der Einbußen die meisten Stimmen.

Die Baskische Nationalistische Partei (PNV) behauptet bei einer Regionalwahl ihre Mehrheit.

2.3.: Bundeskanzlerin Angela Merkel und der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger eröffnen die Computermesse Cebit, die einen Rückgang der Ausstellerzahl um 26 Prozent hinnehmen muss.

Die internationale Staatengemeinschaft sichert dem Gazastreifen 5,2 Milliarden Dollar für den Wiederaufbau zu. Die Geberkonferenz in Scharm el Scheich übertrifft damit die Erwartungen der palästinensischen Regierung.

Bei einem Militärputsch im westafrikanischen Staat Guinea-Bissau wird Präsident João Bernardo Vieira in seinem Palast in der Hauptstadt Bissau erschossen. Die Streitkräfte erklären, dass sie die Macht übernommen haben.

Die katholischen Bischöfe in Deutschland distanzieren sich auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung in Hamburg von der utrakonservativen Pius-Bruderschaft.

Der US-Versicherungskonzern AIG schließt 2008 mit einem Verlust von 99,3 Milliarden Dollar ab.

3.3.: In der Kölner Innenstadt stürzt das Gebäude des Historischen Stadtarchivs ein. Zwei Menschen werden verschüttet. Urkunden und Dokumente von unschätzbarem Wert werden zerstört. Ursache sind vermutlich Arbeiten an der U-Bahn, die zu einem Absacken im Fundament geführt hat.

Der thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus wird in der österreichischen Stadt Leoben wegen fahrlässiger Tötung zu einer Geldstrafe von 33.300 Euro verurteilt. Außerdem muss er 5.000 Euro Schmerzensgeld an den Witwer der Skifahrerin zahlen, mit der Althaus am Neujahrstag auf einer Skipiste zusammengestoßen war.

Bei einem Terroranschlag auf die srilankische Kricket-Nationalmannschaft werden in der pakistanischen Stadt Lahore mindestens sieben Menschen getötet.

4.3.: Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag erlässt Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al Baschir. Dem Staatsoberhaupt wird vorgeworfen, für Gräueltaten in der Krisenregion Darfur verantwortlich zu sein.

Nach anhaltenden Protesten aus Polen und Kritik der SPD verzichtet der Bund der Vertriebenen (BdV) bis auf weiteres auf die Nominierung seiner Präsidentin Erika Steinbach für den Stiftungsrat des Zentrums gegen Vertreibung.

5.3.: Die Nato-Außenminister beschließen in Brüssel, die Zusammenarbeit mit Russland wieder aufzunehmen - sieben Monate nach der Unterbrechung wegen des Georgien-Kriegs.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe ermittelt gegen den SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss wegen des Verdachts der Kinderpornografie.

Die Europäische Zentralbank senkt den Leitzins für den Euroraum um 0,5 Prozentpunkte auf 1,5 Prozent.

Michael Jackson kündigt nach achtjähriger Bühnenpause ein Comeback an.

6.3.: Der SPD-Politiker Tauss legt seine Ämter in der Bundestagsfraktion sowie das Amt des Generalsekretärs der Südwest-SPD nieder. Zugleich weist er den Vorwurf der Kinderpornografie zurück.

7.3.: Der palästinensische Ministerpräsident Salam Fajjad erklärt seinen Rücktritt. Er will damit den Weg für die Bildung einer möglichen Regierung von Fatah und Hamas freimachen.

Erster tödlicher Anschlag auf britische Soldaten in Nordirland: Vor einer Kaserne in Antrim, westlich von Belfast, werden zwei Soldaten erschossen. Zu der Bluttat bekennt sich eine Splittergruppe der IRA, die Real IRA.

8.3.: Bei einem verheerenden Selbstmordanschlag vor der Polizeiakademie in Bagdad werden mindestens 30 Menschen getötet. Der Attentäter zündet die Bombe inmitten einer Gruppe von Polizisten und Bewerbern.

Fünf Tage nach dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs wird der erste von zwei Vermissten tot geborgen, ein 17-jähriger Bäckerlehrling.

9.3.: In Nordirland kommt es zu einem Anschlag von katholischen Extremisten. Mitglieder der Continuity IRA erschießen südwestlich von Belfast einen Polizisten.

US-Präsident Obama hebt Beschränkungen in der Stammzellenforschung auf.

Beim Absturz eines Frachtflugzeugs in Uganda kommen alle elf Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben.

10.3.: Die EU macht den Weg für eine Senkung der Mehrwertsteuersätze auf Restaurant- und Handwerkerrechnungen frei. Bundesfinanzminister Peer Steinbrück will davon aber nicht Gebrauch machen.

Bei einem Selbstmordanschlag in der irakischen Ortschaft Abu Ghraib werden 33 Menschen in den Tod gerissen. Ziel war eine Versammlung von Stammesführern.

Die palästinensischen Parteien Fatah und Hamas nehmen in Kairo Verhandlungen über eine gemeinsame Regierungsbildung auf.

Am 50. Jahrestag des Tibet-Aufstands prangert der Dalai Lama in ungewohnt scharfer Form das Leid des tibetischen Volkes an. Religion, Kultur, Sprache und Identität der Tibeter seien von Auslöschung bedroht. Sein Volk lebe in der "Hölle auf Erden".

Ein 28-jähriger Mann tötet im US-Staat Alabama seine Mutter und vier weitere Verwandte, ehe er wahllos auf Passanten schießt. Die Bluttat in Kinston und Samson kostet zehn Menschen das Leben. Zuletzt richtet der Amokläufer die Waffe gegen sich selbst.

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