An den Namen wird nichts verändert: Dortmund will mit Sponsorvertrag "neue Maßstäbe setzen"

An den Namen wird nichts verändert
Dortmund will mit Sponsorvertrag "neue Maßstäbe setzen"

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund will bei einer vorzeitigen Vertragsverlängerung mit Hauptsponsor Eon wirtschaftlich in noch lukrativere Dimensionen vorstoßen. Wie der Dortmunder Vereinspräsident Gerd Niebaum am Freitag erklärte, steht die Borussia mit dem Düsseldorfer Energiekonzern "in weit fortgeschrittenen Gesprächen über die Verlängerung des Sponsorenvertrags bis 2006".

dpa DORTMUND. Eon ist seit dem 1. Juli 2000 Hauptgeldgeber des westfälischen Traditionsvereins und zahlt bislang jährlich bis zu 12,3 Mill. Euro. Die laufende Vereinbarung ist bis zum 30. Juni 2003 datiert.

"Dieser Kontrakt wird im Bereich des Sportsponsorings neue Maßstäbe setzen", sagte Niebaum. Mit der bevorstehenden Übereinkunft ist allerdings keine Namensänderung für das Westfalenstadion vorgesehen. "Beide Seiten legen Wert darauf, dass an diesem Namen nichts verändert wird", erklärte der BVB-Chef. Doch werde der neue Vertrag eine entsprechende Kompensation für den Auftritt des Dortmunder Hauptsponsors in der Arena enthalten.

"Wirtschaftlich werden wir so gestellt, als ob wir das Namensrecht bereits vergeben hätten", deutete Niebaum einen erheblichen finanziellen Zugewinn für den Börsen notierten Verein an. Mit einem Umsatz von mehr als 93 Mrd. Euro und rund 190 000 Mitarbeitern ist Eon nach eigenen Angaben das drittgrößte Industrieunternehmen Deutschlands.

Auch mit der dritten Ausbaustufe des Westfalenstadions - beginnt in der Sommerpause 2002 - rechnet der Weltpokal-Sieger von 1997 in Zukunft mit deutlichen Mehreinnahmen. Niebaum bezifferte diese allein durch die Erweiterung der Stadiongastronomie auf acht Mill. Euro jährlich. Die Umbaumaßnahmen sollen bis zum Saisonstart 2003/2004 beendet sein. Dann wird das Westfalenstadion über 67 000 Sitzplätze verfügen. Das Projekt kostet 35 Mill. Euro.

In einer vom BVB ebenfalls am Freitag verbreiteten Studie der HypoVereinsbank heißt es, der Substanzwert der Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA als einziges börsennotiertes Fußball- Unternehmen-Deutschlands werde auf 189 Mill. Euro geschätzt. Damit läge der Substanzwert "deutlich über dem aktuellen Börsenwert von 102,4 Mill. Euro".

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