An einem geheimen Ort
Bischof will Frauen zu Priestern weihen

"Das ist für mich eine Frage der Menschenrechte", wird der altkatholische Bischof Peter Hickman zitiert.

dpa WIEN/MÜNCHEN. Der altkatholische Bischof Peter Hickman aus dem US-Bundesstaat Kalifornien will die umstrittene Priesterweihe von rund 30 Frauen aus Deutschland und Österreich vornehmen. Das berichtet das deutsche Nachrichtenmagazin "Focus" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. "Das ist für mich eine Frage der Menschenrechte", wird Hickman zitiert. Die Katholikinnen bereiten sich in einem Kloster in der Erzdiözese Salzburg auf die Priesterweihe vor, die im Sommer an einem geheimen Ort stattfinden soll.

Im Falle ihrer Weihe durch Hickman müssen die Frauen allerdings mit ihrer Exkommunikation rechnen. "Dies tritt automatisch ein, wenn man sich von einer anderen Kirche weihen lässt", bestätigte ein Sprecher von Wiens Kardinal Christoph Schönborn am Freitag auf Anfrage. Da es sich in so einem Fall um eine "Tatstrafe nach Kirchenrecht" handle, brauche es zur Exkommunikation keines weiteren Formalaktes, betonte der Sprecher. Die Altkatholiken hatten sich im 19. Jahrhundert von der römisch-katholischen Kirche getrennt, nachdem auf dem ersten Vatikanischen Konzil die Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubens- und Sittenfragen beschlossen worden war.

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