An Kohlenmonoxyd erstickt
Todesursache von "Kursk"-Matrosen teilweise bekannt

Ein Jahr nach dem Untergang des russischen Atom-U-Boots "Kursk" mit 118 Mann Besatzung haben die Behörden erstmals detaillierte Angaben über die Todesursache einiger Seeleute gemacht.

dpa MOSKAU. Die im Herbst vergangenen Jahres aus der Heckkammer geborgenen zwölf Opfer seien erstickt. "Nach allem zu urteilen, starben sie an einer schnellen Kohlenmonoxyd-Vergiftung. Auslöser war womöglich eine Explosion oder ein Feuer an Bord", teilte die Leitende Militärstaatsanwaltschaft am Dienstag in Moskau mit. In Berichten aus dem letzten Jahr war lediglich von Brandspuren an den Leichen die Rede gewesen.

Nach der für Ende September geplanten Hebung sollen Ermittler und Experten der Militärstaatsanwaltschaft als erste das "Kursk"-Wrack betreten. Jede U-Boot-Sektion werde von einer Sondergruppe mit Ermittlungsbeamten und Marinespezialisten untersucht, sagte der Chefermittler der Militärstaatsanwaltschaft, Viktor Schejin, nach Angaben der Agentur Interfax. Die genaue Unfallursache gilt nach offiziellen Angaben noch immer als ungeklärt. Experten gehen davon aus, dass ein defekter Torpedo an Bord die Katastrophe verursachte.

In der Barentssee schnitten Taucher bis zum Dienstag 13 der vorgesehenen 26 Löcher in den Rumpf der "Kursk". In den Löchern sollen die Stahlseile befestigt werden, mit denen das 18 000 Tonnen schwere Wrack gehoben wird.

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