ANALYSE
ABN Amro rät bei Kinowelt erneut zum "Verkaufen"

dpa-afx FRANKFURT. Aktionäre der im Nemax 50 gelisteten Kinowelt sollten ihre Papier verkaufen. Diese "Sell"-Empfehlung wiederholten jedenfalls die Analysten der ABN Amro am Donnerstag. Aktueller Anlaß sei ein in der "Financial Times Deutschland" veröffentlichtes Interview mit Kinowelt-Chef Michael Kölmel gewesen.

Demnach plane der Filmhändler nun einen eigenen Programm-Block bei NBC Europe. Die Werbeeinnahmen würde Kinowelt erhalten, doch lägen sie nur bei 2 330 bis 3 500 DM für 30 Sekunden. Deutlich weniger, als bei kleinen Sendern wie Vox oder RTL2, wo zwischen 10 000 und 30 000 DM verlangt werden. Für die Analysten sei dieses Vorhaben ein deutliches Anzeichen, daß Kinowelt keine Chance mehr sehe, sein Filmpaket an private deutsche Sender zu verkaufen.

Kinowelt hatte im August vergangenen Jahres für 300 Mill. $ vom Medienkonzern Time Warner ein Filmpaket gekauft. Auch Kirch und RTL hätten mitgeboten, seien aber nicht zum Zuge gekommen. Aus diesem Paket habe Kinowelt danach keinen Film an die beiden TV-Gruppen verkaufen können. Die neuen Pläne von Kinowelt lassen keine Amortisation dieser Kosten erwarten, so die Analysten und raten deshalb zum "Verkauf" der Papiere.

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