Analyse
Aktienticker aus New York

Das Umsatzwachstum von Lycos hat die Wall Street-Analysten beeindruckt. Die Baumarkt-Kette Home Depot stuften sie herab.

HB NEW YORK. Die Analysten an der Wall Street haben heute neben den US-Staatsanleihen den Internetdienst Lycos, der Zahlen vorgelegt hat, sowie die Aktie der Baumarkt-Kette Home Depot im Blick.

US-Zinsen: Renditen von US-Staatsanleihen dürften sowohl im langfristigen als auch kurzfristigen Bereich deutlich sinken, vermutet Phil Choremi, Analyst bei dem Brokerhaus Prudential Securities. Die Renditen bei den 10-jährigen Anleihen könnten von derzeit 5,71 % auf 5,42 %, möglicherweise sogar bis auf 5 % fallen. Damit würde der Zinssatz auf dem niedrigsten Niveau seit dem zweiten Quartal 1999 notieren. Der sich abzeichnende Trend sorgt bereits seit Ende März für eine überdurchschnittliche Aktienperformance bei zinssensitiven Aktien. Sowohl Elektroversorger als auch Banken, Versicherungen und Broker profitieren von sinkenden Renditen.

Lycos: Der US-Internetdienst, der mit der spanischen Terra Networks SA fusioniert, konnte im vierten Quartal die Erwartungen des Marktes schlagen. Das Ergebnis vor außerordentlichen Posten lag bei 12 Cents pro Aktie, 4 Cents über den Durchschnittsschätzungen der Analysten. Wie von der Investment Bank Goldman Sachs erwartet, konnte vor allem das Umsatzwachstum beeindrucken. Dieses stieg im Vergleich zum Vorjahr um 89% auf 87,9 Mill. $. An der Wall Street rechnete man lediglich mit einem Umsatz in Höhe von 83 Mill. $. Die Fusion mit Terra verläuft nach Plan und dürfte Mitte Oktober abgeschlossen sein, so Lycos Vorstand Bob Davis. Kombiniert wird das neue Unternehmen über rund 3 Mrd. $ an Barmitteln verfügen.

Home Depot: Der Dow Jones-Wert dürfte die Talfahrt an der Wall Street fortsetzen. Die weltgrößte Baumarkt-Kette wird von dem Brokerhaus Salomon Smith Barney von "kaufen" auf "überdurchschnittlicher Marktperformer" abgestuft. Die Gewinnschätzungen für das vierte Quartal werden von 32 auf 31 Cents pro Aktie reduziert. Auch die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr werden um 1 Cent auf 1,25 $ gesenkt. Die moderatere Steigerung der Margen, gekoppelt mit der abkühlenden Konjunktur werden das Umsatzwachstum dämpfen. Wie bereits 1994, der letzten Abkühlungsphase, dürfte das Umsatzwachstum bei Läden die über ein Jahr geöffnet sind nachlassen.

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