Analyse
Analysten stufen Hypo-Vereinsbank herunter

Die Analysten bemängelten am Montag vor allem die zu hohe Kostenquote, die mit rund 73 Prozent der Einkünfte ein Allzeithoch erreicht habe.

ddp/vwd/dpa/afx MÜNCHEN/STUTTGART. Das Frankfurter Bankhaus Metzler hat seine Empfehlung für Aktien der HypoVereinsbank von "Kaufen" auf "Halten" gesenkt. Die Analysten bemängelten am Montag vor allem die zu hohe Kostenquote, die mit rund 73 Prozent der Einkünfte ein Allzeithoch erreicht habe. Außerdem sei die Rendite (Return-On-Equity) im Privatkundengeschäft mit 3,5 Prozent "unbefriedigend" ausgefallen.

Die am Morgen veröffentlichten Zahlen für das erste Quartal waren von Händlern als "leichte Enttäuschung" eingestuft worden. Mit einem Minus von rund 2,2 Prozent auf gut 58 Euro zählten die Aktien des Instituts am späten Nachmittag zu den drei schlechtesten Titeln im Deutschen Aktienindex (Dax).

Auch die LBBW stuft Hypo-Aktien herunter

Die Landesbank Baden-Württemberg hat die Aktien der Hypo-Vereinsbank von "Outperformer" auf "Marketperformer" abgestuft. Nach Einschätzung des Finanzhauses am Montag wird sich die Hypo-Aktie damit bis zu zehn Prozent besser oder schlechter als der Markt entwickeln.

Als Anlass für die Abstufung nimmt Analystin Anja Ostrinsky die Zahlen für das erste Quartal, die die Bayerische Hypo- und Vereinsbank Group (HVB) am Morgen bekannt gegeben hat. Zwar habe die HVB ihr Nettoergebnis gegenüber dem Vorjahr um 63 % gesteigert. Allerdings sei beim Quartalsvergleich nicht nur die erstmalige Konsolidierung der Bank Austria, sondern auch der steuerfrei realisierte Gewinn aus dem Verkauf der Asset-Management-Gesellschaft Foreign & Colonial in Höhe von 370 Mill. Euro zu berücksichtigen.

Da das operative Ergebnis zudem etwas unter den Erwartungen der Expertin gelegen habe und sie auch für das laufende Quartal nicht mehr mit wesentlichen Steigerungen rechnet, reduziert Ostrinsky ihre Prognose für das Ergebnis je Aktie (EPS) 2001 von 3,34 Euro auf 2,70 Euro.

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