ANALYSE
Börse nimmt Neugewichtung im Dax gelassen auf

Die Neugewichtung im Deutschen Aktienindex Dax ist von Marktteilnehmern am Montag gelassen aufgenommen worden. "Im Dax hat kein Wert auf die Neugewichtung reagiert, mit Ausname der Deutschen Telekom, die am Freitag um 3,5 % anstieg", sagte Robert Haver von Delbrück Asset Management. Mit der Anhebung der Dax-Gewichtung wollte die Deutsche Börse Halver zufolge ein Gegengewicht zu der Herabstufung im Euro-Stoxx-50 schaffen.

dpa-afx FRANKFURT. "Die Umgewichtung im Euro-Stoxx und jene im Dax ergeben sich aus zwei unterschiedlichen Überlegungen", sagte ein Fonds-Manager von der ABN Amro. Die Neugewichtung der Euro-Stoxx-Indizes der führenden europäischen Werte geht mit der Umstellung der Gewichtung nach Streubesitz, anstatt nach Marktkapitalisierung einher. Bei der Umgewichtung des Dax würde lediglich eine geringfügige Anpassung an die Marktkapitalisierung vorgenommen. "So fallen die Änderungen im Dax auch unerheblich aus", sagte der Fonds-Manager. Lediglich der Titel der Deutschen Telekom und des Dialyseherstellers Fresenius Medical Care (FMC) erhalten einen etwas höheren Anteil im Index.

Die Deutsche Börse AG hat das Gewicht der Telekom innerhalb des Dax von 9,34 % auf 13,71 % erhöht. Bei FMC kletterte das Gewicht von 0,86 auf 0,88 %. Bereits im Juli diesen Jahres wurden die Neugewichtungen im Euro-Stoxx-50 bekannt gegeben: Die T-Aktie wurde dabei um 2,81% herabgestuft, da nur 41 % ihres Aktienkapitals frei gestreut ist. Auch Allianz und Münchener Rück sind negativ von der Regelung betroffen.

Siemens und die Deutsche Bank werden auf Grund ihres hohen Streubesitzanteils höher bewertet. Werte, dessen frei gehandelten Aktienwert sehr niedrig ist, fallen aus dem Index. So werden im Euro-Stoxx-50 Metro und Electrabel durch Danone und die italienische Bank San-Paolo-IMI ersetzt.

Im NEMAX-50 ersetzen die Titel von Thiel Logistic, Balda, Kontron, IM International Media und D.Logistics die Absteiger Utimaco, Nemetschek, Fortune City, Cybernet und infor business solutions.

Gerresheimer Glas Kiekert und Schmalbach-Lubeca fallen aus dem Mittelwerte-Index MDax heraus. An ihre Stellen treten Wedeco, Tecis und Techem.

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