Analyse der Aktienfonds für Technologiewerte
Hersteller von Chips wieder erste Wahl

Nach der jüngsten Erholung der Techtitel sind Fondsstrategen für den Sektor weiter vorsichtig optimistisch. Wieder in den Fokus des Interesses rücken die zuletzt arg gebeutelten Halbleiter-Hersteller. Ihr Branchenverband rechnet nach langem Preiskampf wieder mit steigenden Umsätzen.

HB/vwd/FRANKFURT/M. Victor Lee, Fondsmanager des JP Morgan Fleming Funds Technology Fund, -Pacific ist überzeugt, dass sich das jüngste Comeback der Technologieaktien fortsetzen wird. In dem von ihm betreuten Fonds, der ausschließlich in Technologiewerte aus Japan und dem pazifischen Raum anlegt, will er daher vorerst weiter nahezu voll investiert bleiben und dabei vor allem auf Chiphersteller aus Taiwan sowie auf Konsumelektronikunternehmen und Komponentenhersteller aus Japan setzen.

In den zurückliegenden zwölf Monaten weist der Fonds trotz der Markterholung per Ende November zwar noch immer einen Verlust von 24,19 % auf. Das Ergebnis reicht dem JP Morgan Fleming Funds Technology Fund-Pacific jedoch für Platz fünf in der Performance-Rangliste von insgesamt 87 ausgewerteten Technologieaktienfonds.

Seinen Optimismus begründet der Manager der US-Fondsgesellschaft vor allem damit, dass die Flut von Meldungen über rückläufige Unternehmensgewinne nun weitgehend abgeebbt ist. Zudem schreite die Entwicklung neuer Technologien unvermindert schnell voran. Und auch die Nachfrage nach High-Tech-Produkten habe zuletzt wieder zugenommen, nachdem sich das Verbrauchervertrauen in den USA etwas gebessert habe.

Von diesem Umfeld werden besonders japanische Komponenten- und Konsumelektronikhersteller wie beispielsweise Canon profitieren, glaubt der Fondsstratege. Der Grund: Dank ihres hohen Exportanteils hilft diesen Unternehmen auch der schwache Yen.

In den Segmenten Komponenten- und Konsumelektronik stecken zusammen derzeit etwas über 44 % der ihm anvertrauten Mittel. Insgesamt habe er zurzeit rund 47 % in Japan investiert. Ca. 27 % seien in Aktien aus Taiwan angelegt. Dort setzt er seit kurzem vor allem wieder auf Chiphersteller, wie Taiwan Semiconductor, deren Auftragslage sich zuletzt deutlich verbessert habe. Mit 15 % bilde Korea aktuell die drittgrößte Länderposition des Portfolios, das durch Positionen in Indien, Singapur, Hongkong und China abgerundet werde.

Ohne regionale Beschränkung kann Gerald Malone die Titel für den von ihm gemanagten ACM International Technology Fund A aussuchen. Der Fonds belegt mit einem Zwölf-Monats-Ergebnis von minus 25,78 % Rang sieben seiner Kategorie. Das Anlageuniversum des Fonds sei nicht allein auf Technologieaktien beschränkt, sondern schließe Telekommunikations- sowie Medienwerte wie AOL mit ein, erläutert der Manager der Luxemburger ACM Fund Services SA. Bei der Titelauswahl achtet er darauf, dass das dahinter stehende Unternehmen in der Lage sei, Gewinne zu erwirtschaften.

Charakteristisch für seine Anlagestrategie ist ferner, dass auf die Top-Ten-Holdings regelmäßig zwischen 30 und 40 % der Fondsmittel entfallen. Aktuell machten die zehn größten Titel 37,5 % des Gesamtportfolios aus.

Dazu gehören E-Bay, First Data , DST Systems , Dell Computer, Cisco Systems, Electronic Data Systems , AOL Time Warner , Microsoft , Sanmina und Taiwan Semiconductor Manufacturing . Allerdings investiere er nie mehr als 5 % in einen Einzelwert. Zudem achte er auf eine breite Streuung der Fondsmittel über die verschiedenen Branchen; maximal entfallen 25 % auf einen Industriezweig.

Für die weitere Entwicklung von Technologiewerten ist er "vorsichtig optimistisch", erklärt der Fondsmanager. Der jüngste Kursanstieg sei zwar schon deutlich ausgefallen. Aber auch die Fundamentaldaten insbesondere im Halbleiter-, Software- und PC-Bereich hätten sich zuletzt merklich verbessert. "Solange diese Entwicklung anhält, betrachten wir den Markt als gesund", meint Malone.

Nach Branchen setzt er seit kurzem auf Dienstleistungsunternehmen, wie First Data aus den USA, die derzeit im Fonds mit 4,8 % gewichtet sind. Vor allem aber stockte Malone wieder seine Bestände an Chipaktien auf. Die Vereinigung der Halbleiterindustrie habe angekündigt, dass die Einnahmen im Chip-Bereich im Jahr 2002 weltweit um 6 % auf 55 Mrd. $ ansteigen. Und für die Jahre 2003 und 2004 sei sogar ein zweistelliger Anstieg vorausgesagt worden. Zu seinen Favoriten zählt der Halbleiterkomponenten-Hersteller Taiwan Semiconductor Manufacturing.

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