Analyse der Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt Lateinamerika
Fondsmanager geben Telmex das größte Gewicht

Ein Indexfonds liegt auf Rang drei unter 37 Lateinamerikafonds. Der Prumerica GIMS: Latin America Equity Index Tracker USD-A hält sich mit einem Verlust von 27,89 % während der vergangenen 12 Monate per Ende Oktober recht gut.

HB/vwd FRANKFURT/M. Das von der US-Fondsgesellschaft Prudential Investment Management aufgelegte Produkt kommt auf eine bessere Performance als die Lateinamerika-Messlatte von MSCI, an der sich der Fonds in seiner Zusammensetzung orientiert. Fondsmanager John Moschberger erklärt das als Folge von Währungseffekten.

Man müsse nicht unbedingt alle im Index enthaltenen Aktien im Fonds berücksichtigen. Es wäre ausreichend, diejenigen zu identifizieren, die für das Auf und Ab der Messlatte verantwortlich seien. "Auf diese Weise begrenzen wir Kauf- und Verkaufsentscheidungen, was natürlich die Wertpapierhandelskosten drückt", so der Stratege.

Entsprechend der Gewichtung im Vergleichsindex entfielen 44 % der Gelder auf mexikanische Titel. Danach folge Brasilien mit knapp 34 % und Chile mit rund 12 %. Das von einer Finanzkrise geschwächte Argentinien sei mit knapp 4 % berücksichtigt. Unter den 117 Einzelwerten des Portfolios steche Telefonos de Mexico (Telmex) mit fast 10 % Anteil am Fondsvermögen heraus. Weitere prominent gewichtete Firmen seien die ebenfalls in Mexiko gelisteten America Movil mit über 5 % sowie der Einzelhändler Wal-Mart Mexico mit etwa identischer Quote. In Brasilien gehörten Petrol Brasileiros und das Metall- und Bergbauunternehmen Vale Rio Doce mit jeweils über 4 % dazu.

Mit einem Verlust von 26,12 % kommt der JB Multistock America Stock Fund-Latin B auf den fünften Platz. Der JB Multistock wurde vom schweizerischen Bankhaus Julius Bär aufgelegt und wird von der in Madrid ansässigen Großbank Santander Central Hispano gemanagt. Managerin Elena Eyries bevorzugt ebenfalls Mexiko. Hier habe sie über 47 % der Gelder konzentriert. Diesen hohen Anteil begründet die Strategin mit den stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Ähnlich gut beurteile sie Brasilien und Chile, wo der Fonds mit über 36 % bzw. fast 9 % investiert sei.

Auch sie hält die Telmex für ein interessantes Papier. Die Aktie sei durch Diskussionen um eine weitere Deregulierung des Telefonmarktes unter die Räder gekommen und damit ein echte Kaufgelegenheit. 9 % der Gelder seien jetzt in dem Wert investiert. An zweiter Stelle folge America Móvil, die ehemalige Telmex-Mobilfunktochter, mit fast 7 %. An diesem Unternehmen gefallen Eyries besonders die gesunde Baraustattung sowie die hohen Wachstumsraten: "Für America Móvil als dem nationalen Marktführer gibt es praktisch keine Beschränkung des Marktanteils."

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