Analyse der größten weltweit anlegenden Aktienfonds
Experten zeigen US-Aktien die kalte Schulter

Der Fondsmanager der zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörenden DWS, Volker Dosch, hat mit dem Fonds DWS Top 50 Welt in den 12 Monaten per Ende März einen Wertverlust von 33,40 % eingefahren. Das reicht im Vergleich immerhin für den 31. Platz.

HB/vwd FRANKFURT/M. Volker Dosch von der DWS hat bei seiner Anlagestrategie ein klares Konzept. Er setzt bei der Zusammenstellung des Fondsdepots auf den Megatrend "Konsum" als ein wichtiges Thema, das die Aktienmärkte in den kommenden Jahren prägen wird. Deshalb sind im DWS Top 50 Welt Aktien von Firmen wie Nike und Gillette mit 32 % gewichtet. Die Auswahl der richtigen Themen brachte Volker Dosch im Vergleich der weltweit investierenden Aktienfonds nach vorne - jedenfalls relativ gesehen. Der Fondsmanager der zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörenden DWS hat mit dem Fonds in den 12 Monaten per Ende März einen Wertverlust von 33,40 % eingefahren. Das reicht im Vergleich der 379 weltweit anlegenden Aktienfonds immerhin für den 31. Platz, unter den zehn größten Produkten mit dieser Anlageausrichtung sogar für die Führung.

Dosch setzt auf vier globale "Megatrends", von denen er glaubt, dass sie den im Portfolio enthaltenen Titeln zugute kommen werden. Neben Konsumaktien seien es die Bereiche Informationstechnologie (23 % des Fondsvermögesn), Gesundheit (18 %) und Energie (17 %).

Größte Einzelposition sei Totalfina Elf mit einem Portfolio-Anteil von knapp 4 %. "Der Titel wird im Vergleich zu anderen Ölwerten mit einem leichten Abschlag gehandelt", erläutert Dosch, "hat aber von den großen Öltiteln das beste Wachstumspotenzial". In der Regionengewichtung sei Europa im Vergleich zum MSCI-Weltindex relativ hoch gewichtet, die USA dagegen relativ niedrig.

Auch Mike Baldwin hat nach eigenen Angaben europäische und japanische Aktien gegenüber dem Vergleichsindex MSCI World leicht übergewichtet, während Nordamerika leicht untergewichtet sei. "Die Märkte in Europa und Japan scheinen derzeit attraktiver bewertet", erklärt der Portfoliomanager des ACM Global Growth Trends Portfolio. Mit einem Verlust von 38,97 % rangiert der Fonds der US-Gesellschaft Alliance Capital Management auf einem der mittleren Ränge unter den zehn größten Produkten.

Der Bereich Gesundheitswesen mit 17 % und der Energiebereich mit 12 % seien übergewichtet. "Viele große Pharma-Unternehmen werden mit relativ geringen Aufschlägen gegenüber dem Gesamtmarkt gehandelt", sagt Baldwin, "daraus ergeben sich im historischen Vergleich attraktive Bewertungen".

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