ANALYSE
Deutsche Bank bestätigt Kaufempfehlung für Thyssen-Krupp

Die Deutsche Bank hat ihre "Kaufempfehlung" für Thyssen-Krupp trotz schwacher Zahlen für das dritte Quartal bestätigt. Das heißt, dass die Aktie sich nach Einschätzung der Analysten um zehn Prozent besser als der Markt entwickeln wird.

dpa-afx FRANKFURT. Die Deutsche Bank hat ihre "Kaufempfehlung" für Thyssen-Krupp trotz schwacher Zahlen für das dritte Quartal bestätigt. Das heißt, dass die Aktie sich nach Einschätzung der Analysten um zehn Prozent besser als der Markt entwickeln wird. Die Zahlen seien zwar um 15 % hinter den Markterwartungen zurück geblieben, hätten aber die Prognosen der Deutschen Bank getroffen, sagte Analyst Klaus Soer am Dienstag im. Die Negativmeldungen seien weitgehend eingepreist.

Besonders schwach habe sich das Geschäftsfeld Stahl präsentiert, erklärte Soer. Hier hier wurde nur noch ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht. Der Grund: die Stahlpreise sind stärker gefallen als erwartet. Auch der Bereich Fahrzeugtechnik habe schlecht abgeschnitten, erklärte der Experte. Auf Grund dessen habe er die Ergebnisprognosen für 2001 um 28 % und für 2002 um 37 % nach unten korrigiert. "Auch wenn wir für ThyssenKrupp noch einige schwache Quartale sehen, glauben wir, dass mit den neuen Schätzungen die schlechtesten Zahlen eingepreist sind", sagte der Analyst.

Das vierte Quartal 2001 und das erste 2002 könnten zwar noch schlechter ausfallen als das dritte Jahresviertel, weil sich die Stahlkonjunktur erst Anfang 2002 verbessern wird. Analyst Soer rechnet für das Gesamtjahr aber mit einem positiven Ergebnis vor Steuern von etwa 700 Mill. ?. Für die weitere Zukunft gab sich Soer ebenfalls optimistisch: "Wir gehen weiter davon aus, dass das Jahr 2002 besser ausfallen wird als 2001. Allerdings darf man vom Jahr 2002 keine Wunder erwarten. Auch hier wird sich die Erholung erst langsam durchsetzen", sagte er.

Im dritten Quartal hatte der Konzern ein Vorsteuerergebnis von 374 Mill. ? nach 408 Mill. ? vor Jahresfrist erwirtschaftet. Ohne den Gewinn aus dem Verkauf der Eisenerzgrube Ferteco beträgt das Quartalsergebnis allerdings nur 44 Mill. ?. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) betrug nur noch 0,05 ? nach 0,40 ? im Vorjahresquartal.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%