Analyse
DG Bank: TIM kaufen, Mobilcom reduzieren

Nach Ansicht von Analysten hat Mobilcom für die UMTS-Lizenz "zu viel bezahlt". Die DG Bank hält den UMTS-Ertrags-Optimismus für übertrieben.

dpa/afx FRANKFURT. Die DG Bank empfiehlt Aktien des italienischen Mobilfunkanbieters TIM (Telecom Italia Mobile) zum "Kauf". Die Titel von Sonera und Mobilcom sollten dagegen "reduziert" werden, erklärten die Analysten am Montag in Frankfurt. TIM besitze durch seine Beteiligungen in Italien, Spanien und Frankreich den Schlüssel zur europäischen Konsolidierung des Mobilfunkmarktes.

Dagegen habe sich Sonera mit dem Versuch übernommen, beim europäischen 3G-Geschäft an vorderster Front dabei zu sein. Mobilcom habe trotz der strategischen Vorteile, die sich durch den Erwerb einer UMTS-Lizenz bieten, "zu viel bezahlt".

Der Aufbau der UMTS-Netze sei ein wichtiger Antrieb für die Konsolidierung der Branche. Die SMS-Technik und die für das kommende Jahr geplante Einführung von GPRS (General Packet Radio Service) lasse auf ein hohes Potenzial für die Branche schließen, schrieben die Analysten der Bank. Die GPRS-Technologie erlaube eine schnellere Handy-Datenübertragung. Die Bank geht davon aus, dass durch GPRS die Erträge aus dem Datenverkehr noch weiter erhöht werden. Die neue Technologie werde eine Datenrevolution auslösen.

Dennoch halten die Analysten den Optimismus im Zusammenhang mit UMTS für übertrieben. Sie rechnen damit, dass erst ab dem Jahr 2003 eine Ertragsexplosion durch die Einführung zu erwarten sei. UMTS biete höhere Kapazitäten für den Sprachverkehr sowie für GPRS-fähige Datendienste und werde langfristig zu einem Anstieg der Erträge führen.

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