ANALYSE:
Entwicklung von Fonds deutlich verschlechtert

Die Entwicklung von Investmentfonds hat sich laut einer Studie von Booz Allen & Hamilton deutlich verschlechtert. Über alle Fondskategorien hinweg habe der private Anleger im Jahr 2000 durchschnittlich sieben Prozent seines Fondsvermögens verloren. Bei manchen spezialisierten Branchenfonds liege der Verlust bei bis zu 70 Prozent.

dpa-afx FRANKFURT. Gleichzeitig hätten nie zuvor deutsche Privatanleger so viel Geld in Investmentfonds wie im Jahr 2000 investiert, schreibt die Management- und Technologieberatung Booz Allen & Hamilton. Mit Nettomittelzuflüssen von mehr als 100 Mrd. DM wurden den Angaben zufolge erstmals mehr als 40 Prozent der privaten Ersparnisse in Investmentfonds investiert. Die hohe Popularität verdanke die Investmentfondsanlage dabei vor allem einer bisher sehr attraktiven Risiko-Renditestruktur. Nun habe sich ausgerechnet im Rekordabsatzjahr 2000 dieser Trend umgekehrt.

Die Vernichtung privaten Geldvermögens in signifikanter Höhe sei nicht allein durch die allgemeine Abwärtsbewegung der Aktienmärkte zu begründen, so Thorsten Liebert, Berater bei Booz Allen & Hamilton. "Vielmehr werden immer mehr Investmentfonds angeboten, die sich auf sehr enge Märkte wie kleine Länder und spezialisierte Industriesektoren konzentrieren."Mit zunehmender Marktenge steige in der Regel die Volatilität und die Gefahr von Marktübertreibungen in beide Richtungen. Damit nehme für die Fondsmanager die Bedeutung des richtigen Zeitpunkts für den Ein- und Ausstieg aus bestimmten Werten immer weiter zu.

Besonders stark betroffen seien die Kunden von Sparkassen und Genossenschaftsbanken. Sie hätten im Jahr 2000 mehr als die Hälfte aller Fondskäufe getätigt. Zudem wiesen die hauseigenen Fondsgesellschaften Deka und Union Investment gegenüber Wettbewerbern eine deutlich unterdurchschnittliche Performance auf.

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