Analyse
Experten raten bei Dresdner Bank zu spekulativen Käufen

Spekulationen auf eine Übernahme durch die Allianz könnten den Kurs weiter nach oben treiben, kommentierte die niederländische ABN Amro Bank am Donnerstag.

ddp-vwd/dpa-afx FRANKFURT. Analysten empfehlen Aktien der Dresdner Bank vor dem Hintergrund der Gespräche mit der Allianz zum Kauf.

Spekulationen auf eine Übernahme könnten den Kurs weiter nach oben treiben, kommentierte die niederländische ABN Amro Bank am Donnerstag in Frankfurt am Main. Sie erhöhte ihr Rating von "Verkaufen" auf "spekulativ Ergänzen". Sollte der Deal abgeschlossen werden, dürfte die Allianz einen "beträchtlichen" Betrag für die Dresdner zahlen, hieß es. Wegen der hohen Kosten sei die Versicherung allerdings dazu gezwungen, die Dresdner Bank aufzuspalten und die Investmentbank Dresdner Kleinwort Wasserstein so früh wie möglich zu verkaufen.



Die Analysten der Bankgesellschaft Berlin stuften Papiere der Dresdner Bank von "Halten" auf "Kaufen". Bei einer denkbaren Übernahme durch die Allianz könne je Dresdner-Aktie eine Prämie von 15 bis 20 Prozent auf den Netto-Buchwert gezahlt werden. Dies entspreche einem Kaufpreis von 55 bis 60 Euro. Die Einstufung der anderen Großbanken änderte die Bankgesellschaft hingegen nicht.



BHF-Bank belässt Allianz nach Dresdner-Bank-Gesprächen auf "Halten"



Die BHF-Bank hat die Aktien der Allianz zunächst weiter mit "Halten" bewertet. Nachdem der Versicherungskonzern am Donnerstagmittag bestätigt hatte, bereits Übernahmegespräche mit der Dresdner Bank zu führen, sagte Analyst und BHF-Research-Leiter Norbert Barth im Gespräch mit dpa-AFX: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Verhandlungen noch scheitern."



Nach zwei Fehlversuchen - die von der Allianz befürworteten Fusionen Deutsche Bank und Dresdner Bank sowie Dresdner Bank und Commerzbank kamen nicht zustande - wäre ein erneutes Scheitern "mehr als eine Blamage", so Barth weiter. Seiner Meinung nach hätten die entsprechenden Gremien bereits positiv entschieden, sonst wäre Verhandlungsstand "nicht so früh an die Öffentlichkeit geraten".



Der BHF-Experte geht davon aus, dass der Münchener Versicherungskonzern bereits eine Beteiligung von rund 40 % an der Dresdner Bank hält. Neben der direkten Beteiligung der Allianz von bisher 20 % halte möglicherweise die Münchener Rück bereits weitere 20 % an der Dresdner. Beide Versicherungen sind kapitalmäßig verflochten.

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