Analyse
Finanzkrise in Südostasien laut Dresdner Bank noch nicht ausgestanden

Nach Einschätzung der Dresdner Bank ist in Südostasien die Wirtschafts- und Finanzkrise von 1997/98 noch nicht ausgestanden.

dpa-afx FRANKFURT. Dies schreiben die Volkswirte der Dresdner Bank in einer aktuellen Ausgabe ihrer Wirtschaftsanalyse "Trends". Gerade der Banken- und der Unternehmenssektor sei noch immer in einem kritischen Zustand.

Belastet mit einem Anteil notleidender Kredite, der je nach Land zwischen 14 % und 30 % des gesamten Kreditvolumens ausmache, seien die Banken nach wie vor sehr zurückhaltend, wenn es um die Vergabe neuer Darlehen gehe.

Nach Einschätzung der Analysten hätten Bankenkrisen in asiatischen Ländern größere Auswirkungen als in anderen Regionen. Der Grund läge in sehr hohen volkswirtschaftlichen Sparquoten von teilweise bis zu 40 % des Bruttosozialproduktes. Eine Verschleppen der Reformen könnte für die ehemaligen Krisenländer bedeuten, dass sie in eine lang anhaltende Stagnations-Phase ähnlich wie in Japan geraten könnten.

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