ANALYSE
Hiobsbotschaften am Neuen Markt kein Einzelfall

dpa-afx FRANKFURT. Die Anleger am Neuen Markt werden sich nach Einschätzung der Lang & Schwarz Wertpapierhandel AG an vereinzelte Hiobsbotschaften am Neuen Markt gewöhnen müssen. Bei der hohen Anzahl der am Neuen Markt notierten Werte seien Meldungen - wie kürzlich von Infomatec und Gigabell - nicht verwunderlich, sagte Analyst Giuseppe-Guido Amato von Lang & Schwarz.

Infomatec hatte kürzlich mit dem Verlust seiner beiden Betreuerbanken den Wachstumsmarkt aufgeschreckt. Das Unternehmen hätte aus dem Handel Neuen Markt ausscheiden müssen, wenn sich nicht mit dem Makler Lang & Schwarz Financial Services GmbH, der Frankfurter Future Securities AG und M.M. Warburg drei neue "Designated Sponsors" gefunden hätten.

Auch Gigabell wirbelten vergangene Woche viel Staub am Neuen Markt auf: Der Internet- und Telekomanbieter hat wegen drohender Zahlungsunfähigkeit beim Amtsgericht Frankfurt die Eröffnung des Insolvenzverfahrens beantragt. Die Anleger quittierten dies mit einem Kursabschlag von über 60 %.

Einen Vertrauensverlust hinsichtlich der Werte des Neuen Marktes befürchtet Amato nicht, sondern vielmehr ein gesteigertes Risikobewusstsein. "Allenfalls Anleger, die ohnehin unsicher waren, könnten aus dem Handel aussteigen", sagt der Analyst. "Davon dürften aber eher kleinere Werte betroffen sein." Blue Chips wie Mobilcom und Qiagen hingegen müssten keinen Vertrauensschaden befürchten.

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