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Analyse: Japan muss seine Reformfähigkeit noch beweisen

Nach Einschätzung der DGZ Deka-Bank muss Japan seine Reformfähigkeit noch beweisen.

dpa-afx FRANKFURT. Nach Einschätzung der DGZ Deka-Bank muss Japan seine Reformfähigkeit noch beweisen. Zu dieser Einschätzung kommt das Spitzeninstitut der Sparkassen in einer am Montag veröffentlichten Studie, nachdem die regierende Liberaldemokratische Partei (LDP) die Oberhauswahlen gewonnen hatte. Ministerpräsident Koizumi habe zwar Reformschritte angekündigt, jedoch spiele die konjunkturelle Entwicklung dem Ministerpräsidenten nicht in die Hände.

So sei die Industrieproduktion im Juni mit einem Rückgang von 0,7% gegenüber dem Vormonat stärker als erwartet gesunken. Insbesondere bei Elektronikunternehmen und in der chemischen Industrie sei der Produktionsausstoß überdurchschnittlich ausgefallen. Zudem gingen die Industrieunternehmen davon aus, dass ihr Produktionsausstoß im Juli ein weiteres Mal sinken werde und zwar um 2,3%. Erst für den August werde eine Expansion von 3,4% in Aussicht gestellt. Diese neue Konjunkturlage mache es für Ministerpräsident Koizumi schwieriger seine Reformpläne umzusetzen.

Zwar bezeichnen die Analysten der DGZ Deka-Bank die geplante Angebotspolitik als richtig. Es bestehe jedoch die Gefahr dass parteiinterne Gegner die Reformen in Gefahr bringen. Auch an den Finanzmärkten sei nach dem Wahlsieg nichts von einem Freudentaumel zu spüren gewesen. Getrübt von der geschrumpften Industrieproduktion fiel der Aktienindex Nikkei um 1,85% auf 11.579,27 Punkte.

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