Analyse
LBBW erwartet Verlust bei Telekom von 395 Mill. Euro

Grund für die Einstufung als "Marktperformer" ist nach wie vor die drohende Übernahme von Voicestream. Analysten gehen daher von einer mittel- bis langfristigen Belastung des Aktienkurses aus.

dpa/afx FRANKFURT/STUTTGART. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) rechnet bei der Bilanzpressekonferenz der Deutschen Telekom am morgigen Dienstag mit der Bekanntgabe eines Netto-Verlustes in Höhe von 395 Mio. Euro für das erste Quartal.

"Das vorangegangene Quartal war ja sehr schlecht gewesen", hoffte Analyst Andreas Heinold am Montag nun mit einem verbesserten Ergebnis für die ersten drei Monate dieses Jahres. Von überraschenden zusätzlichen Belastungen aus dem Immobiliengeschäft ging Heinold zunächst nicht aus. Ob es weitere Abwertungen in diesem Zusammenhang geben werde, müsse man sehen.

Eine Bodenbildung bei der Kursentwicklung sah der Experte trotz des kräftigen Kursanstiegs in der vergangenen Woche noch nicht und beließ das Rosa Papier deshalb weiterhin auf "Marketperformer". Grund sei nach wie vor die "drohende Übernahme" des US-Mobilfunkers Voicestream . Sie werde den Aktienkurs mittel- und langfristig belasten, warnte Heinold regelrecht.

Von der neuerlichen Klage gegen den deutschen Telefonriesen sollten sich nach Heinolds Meinung die Anleger nicht weiter beunruhigen lassen: "Ich glaube, die Telekom weiß schon sehr gut, was sie macht und hat sich entsprechend abgesichert." Der amerikanische TelDaFax-Großaktionär World Access hatte die Telekom wegen Geschäftsschädigung verklagt. Teldafax sei durch eine zweiwöchige Netzabschaltung mit mehr als 600 Mio. US-$ geschädigt worden, hieß es.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%