ANALYSE
LBBW stuft Nestlé auf "Marketperformer" zurück

dpa-afx STUTTGART. Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) hat die Nestlé -Aktien nach Bekanntwerden der Ralston-Purina-Pläne von "Outperformer" auf "Marketperformer" zurückgestuft. Die Empfehlung erfolge im Vergleich zum Stoxx-50-Index, heißt es in einer am Donnerstag veröffentlichten Studie des Stuttgarter Finanzinstituts. Strategisch erscheine die Akquisition von Ralston Purina sinnvoll, doch sei der Übernahmepreis "ausgesprochen hoch".

Die geplante Fusion des US-Unternehmens mit der Nestlé-Tochter Friskies habe eine Reihe von positiven Aspekten, urteilen die LBBW-Analysten. Nestlé werde dadurch Weltmarktführer bei Heimtiernahrung, einer Sparte, die "in den Industrieländern und zunehmend auch im Rest der Welt höhere Wachstumsraten aufweist als Lebensmittel für Menschen". Außerdem weise Ralston Purina sehr hohe Margen auf.

Kritisch wird indessen der Übernahmepreis von 16,7 Mrd. CHF beziehungsweise 15,7 mal dem EBITDA von 2000 betrachtet. Der Gewinn je Aktie werde bei Nestlé nach Goodwill-Abschreibungen damit um knapp 10% verwässert. Den Gewinn je Aktie inklusive Goodwill-Abschreibungen und voll dilutiert schätzen die Analysten für das laufende Jahr auf 158,20 CHF (im Jahr 2000: 144,37 CHF). In 2002 sei von einem Rückgang auf 156,45 CHF auszugehen.

Die Nestlé-Aktie sei zwar weiterhin "die attraktivste Anlagemöglichkeit unter den defensiven europäischen Konsumtiteln". Es sei jedoch nicht damit zu rechnen, dass die Branche ihre Outperformance des vergangenen Jahres fortsetzen werde.

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