ANALYSE
Lehman Brother sieht Finanzierungsprobleme bei Webagentur Framfab

Nach Einschätzung des Brokerhauses Lehman Brothers könnte der schwedischen Webagentur Framfab das Geld ausgehen.

dpa-afx LONDON. Nach Einschätzung des amerikanischen Brokerhauses Lehman Brothers könnte der schwedischen Webagentur Framtidsfabriken AB (Framfab) bis März 2001 das Geld ausgehen. Der gestern bei Bekanntgabe der Quartalszahlen vom neuen Vorstandsvorsitzenden Johan Wall vorgelegte Restrukturierungsplan sei der Anfang eines langwierigen Wiederaufbauprozesses, schreiben die Analysten des Brokerhauses in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Im Rahmen der Neuorganisation soll das Personal um 16% reduziert und der Fokus auf die E-Business-Beratung gerichtet werden.

Die am gestrigen Mittwoch vorgelegten Ergebnisse des dritten Quartals bezeichneten die Analysten als "düster", geprägt von geringen Umsätzen und niedriger Produktivität. Zwar begrüßen sie die von Wall angekündigten Maßnahmen und den damit verbundenen Einsparungen von jährlich 230 Mill. SKR, sehen aber aufgrund des Mittelverbrauchs die Gefahr eines Liquiditätsengpasses Anfang März 2001.

Der Liquiditätsbestand des Unternehmens sei innerhalb sechs Monate von 1,212 Mrd.. SKR auf 595,5 Mill. SKR gefallen, was auf einen monatlichen Mittelbedarf von rund 100 Mill. SKR schließen lasse. Zudem koste die Neustrukturierung im vierten Quartal zunächst 130 Mill. SKR. Neben den Finanzierungsschwierigkeiten sieht Lehman Brothers Personalprobleme auf Framfab zukommen. Die Entlassung von 340 der derzeit 2 100 Mitarbeiter könne die Personalbindung erschweren. Viele Mitarbeiter könnte die Zukunft von Framfab in Frage stellen. Aufgrund des Personalmangels innerhalb der IT-Branche sei dies eine gefährliche Entwicklung.

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