Analyse
M.M. Warburg & Co stuft met@box auf "Verkauf"

dpa-AFX HAMBURG. Die Analysten der Privatbank M.M. Warburg & Co stufen die met@box-Aktie als "Verkauf" und nicht länger als "Halten" ein. Aufgrund erheblicher Unsicherheiten im Hinblick auf die weitere Entwicklung sei die Aktie zur Zeit unattraktiv und ein fairer Wert nicht ermittelbar, teilte das Bankhaus am Montag in Hamburg mit. Die Analysten erwarten nunmehr pro Aktie für das laufende Jahr einen Verlust von 0,35 Euro, nachdem sie zuvor von einem Gewinn von 0,44 Euro ausgegangen waren.

Die Analysten verwiesen darauf, dass Met@box noch am 18. September die Umsatz- und Ertragsziele für das laufende Jahr bestätigt habe. Dieser Darstellung sei jedoch am 28. September eine Gewinnwarnung gefolgt. Nach Einschätzung der Experten läßt eine so plötzliche und deutliche Umsatzverschiebung darauf schließen, dass die Instrumente zur Entwicklungssteuerung unzureichend sind. Auch bei dem von Met@box verfolgten Geschäftsmodell, bei dem rund 65 % des geplanten Umsatzes von einem Großauftrag abhingen, müssten Zeitüberschreitungen früher erkannt werden. Die entwicklungsintensiven Produkte bedingten einen hohen Anteil an fixen Personalkosten, so dass verfehlte Umsatzziele deutlich erkennbar das Ergebnis belasteten.

Aufgrund der Unsicherheit bezüglich der Projektsteuerung hält M.M. Warburg eine zuverlässige Prognose des Umsatzes zur Zeit für unmöglich. Die Gefahr weiterer Zeitverzögerungen sei hoch. Da auch der für 2001 geplante Umsatz von wenigen Aufträgen abhinge, würden weitere Verschiebungen den geplanten Gewinn deutlich verringern und auch die Liquidität belasten.

Doch zur Zeit sei die Liquidität von Met@box ausreichend und könne bei Bedarf auch erhöht werden. Eine Kapitalerhöhung sei im momentanen Marktumfeld jedoch schwer platzierbar und wenig attraktiv, teilten die Analysten mit.

M.M. Warburg nahm seine bisherige Umsatzschätzung für 2001 und 2002 um 2/3 zurück. Zugleich betonte das Bankhaus, dass dies allein aufgrund der bestehenden Unsicherheiten geschehen sei. Eine Ableitung der Schätzungen aus fundamentalen Unternehmensdaten sei momentan nicht möglich.

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