ANALYSE
Merck Finck & Co sieht Porsche weiter als "Outperformer"

dpa-afx MÜNCHEN. Die Privatbank Merck Finck & Co betrachtet die Aktie des Sportwagen-Herstellers Porsche weiter als "Outperformer". Wie die Analystin Pia-Christina Schulze in München mitteilte, habe sie die Gewinnreihe unverändert gelassen. Sie rechne nach wie vor mit einem Gewinn pro Aktie (EPS) von 78,30 Euro für das laufende Jahr und von 105,70 Euro für 2001. Mit einem EPS von 123,60 Euro für 2002 und 179,60 Euro für 2003 ist die Analystin noch optimistischer.

Vor einigen Tagen hatte Porsche seine Geschäftszahlen vorgelegt und überdurchschnittliche Erträge bekannt gegeben. Eine besonders hohe Steuerquote von derzeit 51% im Vergleich zu 46% im vergangenen Jahr habe allerdings die Netto-Marge von 5,9% auf 5,8% gedrückt. Die EBIT-Marge sei von 11,7% auf 11,2% gesunken. Die Lagerbestände seien niedriger, weil die Nachfrage signifikant angestiegen sei.

Porsche sei relativ unabhängig von den aktuellen Kursschwankungen, weil der Sportwagen-Hersteller eine recht konservative Firmenpolitik verfolge. Außerdem sei der US-amerikanische Markt für die Zuffenhausener nach wie vor stabil - trotz der Unsicherheit um die Präsidentschaft und der ersten Anzeichen einer sich abkühlenden Konjunktur. Schulze führt das auf einen hohen Auftragsbestand zurück. Außerdem würde sich der Kundenstamm verstärkt aus vermögenden Käufern zusammensetzen und weniger aus jenen, die stark von der Entwicklung der Wall Street abhingen oder von noch anstehenden Bonuszahlungen.

Die Analystin geht davon aus, dass Porsche seine operative Marge von 11,9% im vergangenen Jahr auf 12,0% erhöhen werde - trotz der Kosten für die Einführung der neuen Modellreihe Cayenne und des 911 Targa. Die Investitionskosten werden wegen den neuen Modellen von 224 Mio. Euro im Vorjahr auf 360 Mill. Euro ansteigen. Den größten Anteil daran habe das neue Werk in Leipzig.

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