ANALYSE
Merrill Lynch: 2000 war für internationale Börsen schlechtes Jahr

dpa-afx NEW YORK. Für die Aktienbörsen in aller Welt war 2000 ein schlechtes Jahr. Zu diesem Ergebnis kommt die größte US-Investmentbank Merrill Lynch in einer Untersuchung der internationalen Börsenentwicklung, die sie am Donnerstag vorstellte. Nur sechs von insgesamt 38 wichtigen Märkten verbuchten in den vergangenen zwölf Monaten Kursgewinne. Die restlichen internationalen Börsen wiesen mehr oder minder große Verluste auf.

China lag mit einem Plus von 138,6 % ganz vorn, gefolgt von Irland (plus 37 %), Schweiz (5,4), Kanada (4,2), Italien (3,2) und Israel (1,5).

Südkorea wies mit einem Rückschlag von 50,9 % den stärksten Einbruch auf. Weitere große Verlierer waren Thailand (-45), Taiwan (-44,1), Indonesien (-38,5), Türkei (-38), die Philippinen (-31,5) und Japan (-26).

Deutschland lag unter den 38 Märkten mit einem Minus von 10,2 % auf dem 16. Platz der Rangliste. Andere wichtige Börsen wiesen ebenfalls Abschläge auf. Dazu zählten unter anderem Polen (-1,4), Frankreich (-2,9), Russland (-5,9), die Niederlande (-6,6), Norwegen (-8,4), Belgien (-10,3), die USA (-10,5), Österreich (-11,7), Großbritannien (-12), Finnland (-12,4), Spanien (-13,3) und Schweden (-13,4).

Der US-Rückschlag von 10,5 % basiert auf dem breit gefassten Standard & Poor's 500-Index, der die Kursentwicklung von 500 der wichtigsten US-Konzerne widerspiegelt. Der technologielastige amerikanische Nasdaq-Index brach sogar um 38,7 % ein. Das war der schärfste Rückgang in der 28-jährigen Geschichte dieses wichtigen US-Börsenbarometers.

"Dieser Rückschlag für die Mehrzahl der wichtigen Aktienmärkte in aller Welt stand in scharfem Gegensatz zum Jahr 1999, als die meisten globalen Börsen zulegten", erklärte Walter Murphy, ein internationaler Marktanalyst der größten US-Investmentbank.

Laut Murphy war das Jahr 2000 "das schwierigste seit 1990". Murphy führte die zu starken Käufe zum Jahresauftakt sowie die Verschlechterung des Technologi esektors und den Druck auf die Unternehmensgewinne im Jahresverlauf als Gründe für die Schwäche an.

Murphy glaubt, dass die erste Hälfte des Jahres 2001 ebenfalls schwach ausfallen könnte, da die Schwierigkeiten des Jahres 2000 sich weiter auswirken werden. Das kommende Jahr könnte jedoch auf fester Basis enden, prognostizierte er.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%