Analyse
Robeco sieht mit baldigem Ende der US-Rezession Anlagechancen

Aktienanleger mit dem Anlagefokus USA können nach Ansicht der niederländischen Fondsgesellschaft Robeco von dem bevorstehenden Ende der US-Rezession profitieren.

dpa-afx FRANKFURT. Aktienanleger mit dem Anlagefokus USA können nach Ansicht der niederländischen Fondsgesellschaft Robeco von dem bevorstehenden Ende der US-Rezession profitieren. Anlagechancen ergäben sich insbesondere im Segment der so genannten werthaltigen (Value-)Aktien, sagte Jay Feeney, Chief Investment Officer der Robeco-Tochter Boston Partners, am Dienstag in Frankfurt.

Zur Begründung verwies der Experte zunächst darauf, dass wirtschaftliche Indikatoren wie der Rückgang bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze in den USA, die seit 1951 zuverlässig eine wirtschaftliche Abschwächung vorhergesagt hätten, aktuell auf eine bereits bestehende Rezession hindeuteten. Hinzu käme, dass zu ersten Mal seit der Großen Depression in den Vereinigten Staaten alle wichtigen Immobilienmärkte unter Preisrückgängen litten.

Die Abschwächung in den USA allerdings dürfte - wie schon in den letzten Jahrzehnten - einen recht kurzen Zeitraum von etwa zehn Monaten umfassen und damit in wenigen Monaten bereits wieder beendet sein, betonte der Boston- Partners-Experte. Im Verlaufe einer Rezession und kurz danach entwickelten sich Value-Papiere schließlich in der Regel besser als Wachstumsaktien. Denn defensiv aufgestellte Unternehmen, deren Titel im allgemeinen als werthaltig gelten, seien in einer Rezession weniger stark von möglichen Gewinnwarnungen oder der Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen betroffen. Am meisten Aufwärtspotenzial versprächen vor diesem Hintergrund Aktien von Firmen, deren Marktkapitalisierung im Vergleich zum Eigenkapital recht gering ist, hieß es. Dazu zählten insbesondere Finanzdienstleister und Anbieter dauerhafter Konsumgüter.

Die Geldpolitik der US-Zentralbank indes sollte sich nicht als Bremsklotz für den US-Aktienmarkt erweisen, meinte der Experte. Das Gros der Marktexperten gehe derzeit davon aus, dass die Fed ihre Leitzinsen zunächst nicht erhöhen werde. Der kurzfristige Druck durch die steigenden Rohstoffpreise werde teilweise durch die sinkenden Immobilienpreise ausgeglichen. Zudem hielten sich die Inflationserwartungen für die nächsten fünf Jahre seit etwa 2005 auf einem konstanten Niveau von knapp unter 2,5 Prozent.

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