Analysen vor und nach dem Börsengang sollen beschränkt werden
Deutsche Börse veröffentlicht Studie "Neuer-Markt-Report"

Der deutsche Kapitalmarkt und vor allem der Neue Markt haben gegenüber den amerikanischen Strukturen und Börsen nachhaltig aufgeholt. Das belegt die von der Deutschen Börse AG am Mittwoch in Frankfurt am Main vorgestellte Studie "Neuer-Markt-Report".

ddp FRANKFURT/MAIN. Defizite bestehen allerdings hinsichtlich Qualität der Informationen und Verhalten bei Börsengängen sowie der Überwachungs- und Durchsetzungskompetenz der Aufsichtsbehörden. Die an der Untersuchung beteiligten Rechtsexperten von Shearman & Sterling sehen unter anderem auch Handlungsbedarf beim deutschen Gesetzgeber.

Die Studie wurde gemeinsam mit dem Investmenthaus Dresdner Kleinwort Wasserstein, der US-Anwaltssozietät Shearman & Sterling sowie dem Unternehmensberater Roland Berger Consultants erstellt. Sie analysiert die deutsche Wachstumsbörse aus Kapitalmarktsicht sowie aus juristischer und volkswirtschaftlicher Perspektive.

Auf Grundlage des Reports will die Deutsche Börse nun gemeinsam mit ihrem Beratungsgremium "Primary Markets Advisory Committee" bis Mitte 2002 einen Kapitalmarktkodex für Unternehmen und Emissionsbegleiter beim Börsengang erarbeiten. Er soll den Börsenprospekt zur alleinigen Informationsgrundlage des Anlegers machen, die Prospektqualität erhöhen und die Prospektsprache vereinfachen, betonte die Deutsche Börse.

Außerdem sei vorgesehen, die Verteilung von Analysen unmittelbar vor und nach einem Börsengang zu beschränken. Die Deutsche Börse plant, die Einhaltung des Kodex für den Neuen Markt verpflichtend einzuführen. Für Börsengänge in anderen Segmenten soll der Neue-Markt-Kodex auf freiwilliger Basis gelten. Gleichzeitig will die Deutsche Börse Anregungen für den Gesetzgeber formulieren.

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