Analyst wertet Verkaufsankündigung von Schmid als postiv
Analysten: Banken ohne strategisches Interesse an Mobilcom

Die Banken, die Aktien der Mobilcom AG von dem Vorstandsvorsitzenden Gerhard Schmid erwerben, werden nach Einschätzung von Analysten kein strategisches Interesse an dem deutschen Mobilfunkanbieter haben.

vwd HAMBURG. Sie dürften die Anteile zu einem späteren Zeitpunkt mit Gewinn veräußern wollen, ist die einhellige Meinung der Branchenbeobachter. Dass die Titel an die Großaktionärin France Telecom SA weitergereicht würden, sei derzeit nur Spekulation, meint Analyst Hans Huff von der Bankgesellschaft Berlin. Nach derzeitigem Stand bleibe France Telecom Minderheitsgesellschafterin bei Mobilcom.

Schmid müsse die Konditionen der Transaktion selbst mit den Banken klären. Wer die Anteile später von den Banken erwerbe, sei noch nicht vorhersagbar. Im Moment scheuten Unternehmen weitere Risiken aus dem UMTS-Geschäft, sagt Huff. Allerdings könne sich dies in einem Jahr schon wieder anders darstellen. Der Analyst bezeichnete die Verkaufsankündigung des Mobilcom-Anteils von Schmid als postiv. Damit sei die Unsicherheit aus dem Markt genommen, das das Unternehmen möglicherweise insolvent werden könne, und der Druck auf die Aktie werde geringer.

Huff hält es für möglich, dass die Käufer des Aktienpakets von Schmid jene Banken sind, die bisher Brückenkredite für das Unternehmen zur Verfügung gestellt hätten. Ein Kredit über 4,7 Mrd Euro müsse bis Ende Juli umfinanziert werden. Durch diese Konstellation werde man sicher eine Lösung finden, sagte Huff. Die Banken hätten Einfluss auf Mobilcom durch ihre Präsenz im Aufsichtsrat. In dem Vorstand, aus dem Schmid ausscheide, werde künftig sehr wahrscheinlich ein Vertreter von France Telecom vertreten sein. Vielleicht kehre sogar das ausgeschiedene Mitglied Vianney Hennes zurück. Er kenne das Unternehmen, sagte der Analyst.

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