Analysten: Abzahlen von GM, Ford und Daimler-Chrysler überzeugend
Autohersteller melden Rekord-Absatzzahlen aus den USA

Die Oktober-Absatzzahlen der drei Automobilhersteller General Motors Corp (GM), Ford Motor Co und Daimler-Chrysler AG haben verschiedene Analysten überzeugt. Ohne das Programm der zinslosen Finanzierung von Autos hätte es allerdings längst nicht so gut ausgesehen, heißt es am Freitag.

vwd CHICAGO. Ford hatte ein Plus von 34,4 % auf 418 243 Automobile, GM eins von 31 % auf 554 652 und Daimler-Chrysler eins von fünf Prozent auf 209 478 verzeichnet. Der Stuttgarter Konzern hatte die Finanzierungshilfe nicht auf alle Modelle ausgedehnt.

"Ohne dieses Programm hätten die Absatzzahlen den breiten Abschwung der gesamten US-Wirtschaft viel stärker dargestellt", sagt Efraim Levy, Analyst bei Standard & Poor's. Die "Null-Zins-Politik" habe auch auf die Margen gedrückt.

Zudem hätten die Automobilhersteller zukünftige Kunden verloren, die nun nur auf Grund des Wegfalls der Darlehenzinsen gekauft hätten, weist er auf die negativen Seiten des Programms hin. "Die Konzerne haben sich selbst in eine Falle hinein manövriert, wie sie es in der Rezession in den frühen 90ern schon einmal gemacht haben", erklärt Mark C. Johnson, ein Analyst von A.G. Edwards & Sons. "Die Unternehmen verkaufen die Automobile ohne Profit. Deshalb sollte man nicht allzu euphorisch werden", unterstreicht er.

Die saisonal bereinigten Absatzzahlen für den gesamten Oktober markierten mit 21,3 Millionen Einheiten einen neuen absoluten Rekord, vermeldete die Researchgesellschaft Autodata Corp, Woodcliff Lake. Im Oktober des vergangenen Jahres hatte sie 17 Millionen und 15,9 Millionen Einheiten im September dieses Jahres betragen. Ford, GM und Daimler-Chrysler hatten jedoch einmütig festgestellt, dass die Entwicklung der Absatzzahlen sich so nicht fortsetzen lasse, zumal Weihnachten und damit die "Holiday-Season" vor der Tür steht. Ein Sprecher von Ford bezeichnete die starken Absatzzahlen daher als zweischneidiges Schwert.

Greg Salchow, Analyst bei Raymond James & Associates Inc, glaubt, dass die Absätze bis zum Ende des Jahres um 20 % zurückgehen werden, wenn die Förderprogramme der Automobilhersteller zwischen dem 18. und 20. November auslaufen. "Die Unternehmen könnten natürlich auch die Frist verlängern. Aber das macht wenig Sinn", sagt Levy. Er glaubt daher, dass die Novemberabsatzzahlen deutlich unter denen des Oktobers liegen werden.

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