Analysten-Ausblick
Strategiewechsel soll Deutscher Bank Gewinne sichern

dpa-afx FRANKFURT. Bei der Deutschen Bank dürften auf der Pressekonferenz am Donnerstag die Aussichten für 2001 und die Strategie des Instituts im Mittelpunkt stehen.

Die Geschäftszahlen für das vergangene Jahr hatte die Bank bereits vor einigen Wochen vorgelegt. Analysten erwarten trotz der schwachen Aktienmärkte in diesem Jahr keine Ergebnisrückgänge bei der größten Bank Deutschlands. Michael Harms, der Wertpapiere für Delbrück & Co Privatbankiers analysiert, erwartet, dass die Deutsche Bank im laufenden Jahr ein "ähnlich gutes Ergebnis" wie in 2000 erzielen wird. Allerdings werde es "gewisse Schwächeperioden im Provisionsgeschäft" geben.

Neue Projekte geben Hoffnung auf steigende Provisionen



Über das Jahr gesehen ließen aber die neuen Projekte der Deutschen Bank - zum Beispiel der neue europäische Online Broker "maxblue" - auf steigende Provisionen hoffen, schätzte Harms. Außerdem dürfte auch die DB 24 zu Ergebnissteigerungen beitragen.



Besonders positiv sei deshalb, dass die Deutsche Bank im Gegensatz zu einigen Konkurrenten auch "angesichts fallender Märkte in der Lage sei, Geld zu verdienen". Diese Entwicklung werde sich nach Ansicht von Harms auch im laufenden Jahr fortsetzen. Er geht nach wie vor davon aus, dass Deutschlands größtes Finanzinstitut allgemein besser abschneidet als die Wettbewerber.



Verstärkte Aktivitäten im Private Banking



Zwar werden die europäischen Aktivitäten Geld kosten und zum Beispiel im Investment Banking werde derzeit "deutlich weniger verdient" als zu Jahresbeginn 2000. Allerdings könne die Bank diese Ausgaben durch verstärkte Aktivitäten im Private Banking und Asset Management ausgleichen. Genau das habe Rolf Breuer ja auch vor: Er erwäge Akquisitionen im Privatkundengeschäft und will hier das Ergebnis um 30 % steigern.



Helaba Trust rechnet mit "durchwachsenem" ersten Quartal



Die Analysten der Helaba Trust erwarten für das laufende Geschäftsjahr ein "etwa gehaltenes Ergebnis" für die Deutsche Bank. Das erste Quartal dürfte "durchwachsen" ausgefallen sein. Das Aktiengeschäft und die Geschäfte mit IPOs und M&A dürften "dürr" sein. Allerdings würden der Rentenbereich und die Derivate das ausgleichen.



Mittelfristig sehen die Analysten "größere und vor allem nachhaltige Ertragschancen" im Private Banking und Asset Management - vor allem mit Blick auf die private Altersvorsorge. Das Asset Management sei eine "stabile Ertragssäule", da es weniger volatil und weniger riskant als das Investment Banking sei, das im ersten Quartal des vergangenen Jahres seinen Höhepunkte gehabt hatte.

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