Analysten bestätigen Gewinn-Erwartung
Hannover Rück erwartet gutes Jahr 2002

Die Hannover Rückversicherungs-AG, Hannover, wird am Donnerstag für das Geschäftsjahr 2001 Analystenschätzungen zufolge nur knapp schwarze Zahlen ausweisen.

vwd HANNOVER. Michael Haid von Sal. Oppenheim erwartet ein Vorsteuerergebnis von fünf (304) Mill. Euro und einen Nachsteuergewinn von zwei (365) Mill. Euro. Dagegen geht er bei den Bruttoprämieneinnahmen von einem Zuwachs auf 10,3 (8,3) Mrd. Euro aus. Damit liegt er leicht unter dem Konsensus der von der Agentur vwd befragten Analysten, die das Ergebnis vor Steuern bei 8,8 Mill. Euro und den Nettogewinn bei 2,6 Mill. Euro sehen. Diese Gewinnerwartung war vom Konzern nach den Anschlägen von New York auch bereits kommuniziert worden, allerdings ohne konkrete Zahlen zu nennen. Allein das dritte Quartal hatte durch die Folgen der Terrorakte zu einem negativen Ergebnis je Aktie von 6,88 Euro geführt.

Viel interessanter für den Kapitalmarkt dürfte der Ausblick auf das laufende Jahr sein. Der Rückversicherer selbst hat schon früh erklärt, dass die Perspektiven für das angelaufene Jahr "ausgesprochen positiv" seien, da es zu substanziellen Ratenerhöhungen und Konditionsverbesserungen auf vielen Versicherungsmärkten komme. Analyst Haid erwartet vor diesem Hintergrund für das laufende Jahr einen Nettogewinn von 310 Mill. Euro bei Bruttobeitragseinnahmen von 12,4 Mrd. Euro. Ein kräftiges Wachstum wird seiner Ansicht nach vor allem der Bereich Finanz-Rückversicherung beisteuern.

Positiv war vor kurzem auch der Transfer unterschiedlicher Rückversicherungsrisiken in den Kapitalmarkt mit dem Modell "K3" aufgenommen worden, womit sich die Hannover Rück ein Kapitalsubstitut von 230 Mill. US-Dollar verschafft hat. In der Verbindung mit der Aufnahme von Hybridkapital in Höhe von 350 Mill. Euro hat sie sich nach Meinung der WGZ Bank damit die notwendige Flexibilität geschaffen und könne am zyklischen Marktaufschwung in der Schaden-Rückversicherung partizipieren.

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