Analysten bewerten Sportartikel-Aktie weiter positiv
Nike-Kurs erklimmt gewaltige Höhen

Schon mit den letzten Quartalsergebnissen lief Nike den Schätzungen der Analysten davon. Und auch in die Zahlen, die der US-Sportartikelhersteller am Donnerstag vorlegen wird, setzt der Markt große Erwartungen.

NEW YORK. Seit Wochen klettert der Nike-Kurs stetig in die Höhe. Anleger zahlen die höchsten Preise seit mehr als zwei Jahren. Innerhalb von zwölf Monaten verbesserte sich der Aktienkurs um fast 90 Prozent, von rund 35 $ auf mehr als 63 $. Auf den Empfehlungslisten der Analysten hat sich Nike einen festen Platz gesichert. Die Nachrichtenagentur Bloomberg verzeichnete in diesem Jahr noch keine einzige Herabstufung für die Aktie. Und auch die jüngsten Expertenberichte finden lobende Worte über die aktuellen Entwicklungen bei Nike. Gute Aussichten für die kommenden Ergebnisse verspricht nach Ansicht der Experten die US-Markenschuhsparte, die noch immer für ein Drittel der Gesamterträge bei Nike sorgt. Analystin Virginia Genereux von Merrill Lynch berichtet von vielen Sport-Einzelhändlern, die Nike als Bestseller in diesem Bereich nannten. Für den Herbst hält Susan Silverstein von der Banc of America "sogar noch mehr Enthusiasmus" auf dem Schuhmarkt für möglich. Sie hob daher jüngst ihr Kursziel für die Nike-Aktie auf 73 $ an.

Eines der Erfolgsrezepte des Unternehmens sei das zurzeit knappe Angebot, sagt Silverstein. Durch die schlanken Lagerbestände, die auch andere Analysten in ihren Berichten erwähnen, übersteige die Nachfrage das Angebot. So produziere Nike einen "Hunger nach der Marke" und könne mehr Artikel ohne Preisnachlass verkaufen. Zudem soll eine verbesserte Zusammenarbeit mit Foot Locker den Nike-Artikeln auf die Sprünge helfen. Diese könnte sich unter anderem darin zeigen, dass den Produkten von Nike in Foot-Locker-Läden mehr Platz eingeräumt wird als anderen Marken.

Ein weiterer Pluspunkt für die nähere Zukunft ist nach Ansicht der Experten die Übernahme der Trendmarke Hurley. Bislang hatte sich Nike mit den Surfern und Skatern in der jugendlichen Zielgruppe schwer getan. "Der typische Kunde in diesem Segment ist der Teenager, der gegen die Gesellschaft und ihre üblichen Statussymbole eingestellt ist und Marken des Massengeschmacks meidet wie die Pest", erklärt Brian McGough von der Investmentbank Morgan Stanley. Mit dem Hurley-Kauf startet der Weltmarktführer Nike nun einen Versuch, bei der lukrativen Branche einen Fuß in die Tür zu bekommen.

"Endlich unternimmt Nike etwas mit all dem Bargeld", kommentiert McGough mit Blick auf fast zwei Mrd. $, die Schätzungen zufolge in den kommenden Jahren bei Nike als Cashflow freiwerden.

Susan Silverstein mahnt trotz der guten Aussichten eine umsichtige Unternehmenspolitik an. In der Vergangenheit hätten gestiegene Erträge bei Nike häufig zu freizügigeren Ausgaben geführt. Unter dem aktuellen Chef Phil Knight sei das Kostenmanagement aber bereits disziplinierter geworden, auch wenn die "Versuchung noch immer besteht".

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