Analysten-Einstufungen von "Underperformer" bis "Marketperformer"
VW-Aktie wird zwiespältig beurteilt

Der Automobilkonzern Volkswagen legt am Dienstag die Zahlen für das dritte Quartal vor. Analysten und Anleger erwarten erste Informationen über die Auswirkungen der Terroranschläge vom 11. September auf die Geschäfte des Wolfsburger Konzerns.

ddp-vwd BERLIN. Außerdem wird sich zeigen, ob Ferdinand Piech sein Ziel erreichen wird, wie angekündigt Absatz und Ergebnis trotz Konjunkturschwäche in diesem Jahr gegenüber 2000 zu verbessern. Bis zum Ende des dritten Quartals sei das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, ließ Piech bereits wissen, auch wenn das Absatzplus von 4,9 Prozent im ersten Halbjahr auf 2,1 Prozent im dritten Quartal gesunken ist.

Das Dax-Papier des Autobauers hat sich von dem deutlichen Kurseinbruch nach den Terrorakten in den USA bei weitem noch nicht wieder erholt. Derzeit notiert der Kurs bei rund 43 Euro.

Die meisten Analysten sind eher verhalten gegenüber dem Papier eingestellt. Pia-Christina Schulze von Merck Finck & Co stuft die Aktie auf "Underperformer". "Grund für die Einstufung sind vor allem die stark gesunkenen Absätze in den Hauptmärkten Westeuropa und den USA", sagte die Analystin am Freitag. Schulze erwartet für die ersten neun Monate bei Umsätzen von 67,9 Millionen Euro einen Nettogewinn von rund zwei Milliarden Euro (nach IAS).

Auch die Hypovereinsbank (Empfehlung: "Underperformer") rät von dem Papier ab und begründet dies mit Absatzeinbrüchen.

Die WGZ-Bank bestätigte derweil ihre Einstufung von VW als "Marketperformer". Für das dritte Quartal werde ein Ergebnisrückgang erwartet, der auf Grund der Ergebnissteigerungen im ersten und zweiten Quartal allerdings überkompensiert werden könne. Für die ersten neun Monate rechnet die WGZ-Bank mit einem Plus beim Nachsteuerergebnis von 6,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro und einem Umsatzanstieg um 7,3 Prozent auf 68,8 Milliarden Euro (nach HGB).

Die Landesbank Baden-Württemberg stufte die Aktie auf Grund der veränderten Rahmenbedingungen nach den Terroranschlägen bereits Anfang Oktober von "Outperformer" auf "Marketperformer" zurück. Die Risiken für die Volumenanbieter innerhalb der Automobilindustrie hätten nach dem 11. September weltweit zugenommen, begründete Analyst Wolfgang Albrecht die Abstufung.

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