Analysten enttäuscht
Die Aktie der Deutschen Bank leidet

Die Aktien der Deutschen Bank haben am Freitag unter anderem infolge eines niedriger als von Analysten erwarteten Gewinns nachgegeben. Der Kurs schwankte zeitweise deutlich, am Mittag verbuchte die Aktie ein Minus von fast 1,6 Prozent bei 38,49 Euro.

Reuters FRANKFURT. Börsianer beurteilten die Mitteilungen aus dem Unternehmen unterschiedlich. "Die Nachricht zur Dividende war gut, aber ansonsten sind die Zahlen eher schwach. Das kann dazu führen, dass Anleger auf kurze Sicht aus der Aktie aussteigen", sagte Michael Fraikin, Fondsmanager bei Invesco Asset Management. Wulf Weiler, Analyst bei der WGZ Bank, äußerte sich nicht ganz so pessimistisch. "Die Zahlen sind durchwachsen, aber bei dem negativen Marktumfeld beileibe nicht schlecht." Zu bedenken sei zudem, dass Banken wie die HypoVereinsbank und die Commerzbank wesentlich schlechter dran seien als die Deutsche Bank.

Nach Einschätzung von Marktanalyst Christian Schmidt von der Helaba lasteten auf der Aktie unter anderem die Äußerungen Ackermanns, wonach mit Beiligungsverkäufen nicht zu rechnen sei, solange die Märkte schwach blieben. "Damit hat die Deutsche Bank nichts mehr in der Hinterhand, mit dem sie etwas auffangen kann", sagte Schmidt. Ackermann hatte bei der Vorlage der Geschäftszahlen gesagt: "Wir haben nicht mehr die Möglichkeit, irgendwelches Tafelsilber zu verkaufen." Ein anderer Händler führte den verhaltenen Ausblick für 2003 als Grund für den Abgabedruck auf die Aktie an.

Am Morgen hatte Deutschlands größte Bank mitgeteilt, der Gewinn vor Steuern im vierten Quartal 2002 betrage 237 Millionen Euro. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt mit einem Vorsteuergewinn von 404 Millionen Euro gerechnet. Für das Gesamtjahr weist die Deutsche Bank einen Vorsteuergewinn von 3,5 Milliarden Euro aus. Hier hatten Analysten einen Wert von 3,74 Milliarden Euro erwartet. Die Aktionäre sollen eine unveränderte Dividende von 1,30 Euro pro Aktie erhalten.

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