Analysten enttäuscht
IVG erreicht eigene Vorgaben

Die im Immobiliengeschäft tätige IVG Holding AG, Bonn, hat im vergangenen Jahr von höheren Mieten, vorteilhaften Verkäufen und wachsenden Erträgen aus Projektentwicklungen profitiert.

ddp/vwd BONN. Trotz der Abgabe von Randgeschäften und des damit verbundenen Umsatzrückgangs wurde der im Herbst prognostizierte Jahresüberschuss leicht übertroffen, wie das im MDax notierte Unternehmen am Donnerstag in Bonn mitteilte. Er stieg gegenüber dem Vorjahr um 15 % auf 61,9 Mill. Euro (121 Mill. Mark). Die Börse reagierte trotzdem enttäuscht, da Marktbeobachter ein größeres Plus erwartet hatten.

Die IVG hatte nach den ersten drei Quartalen 61 Mill. Euro als Jahresziel angegeben, während Analysten mit 63,4 Mill. Euro rechneten. Händler bewerten dementsprechend die jetzt vorgelegten IVG-Zahlen als "auf den ersten Blick enttäuschend". Sie lägen unter den Prognosen. Dabei sei der Umsatz besonders weit zurückgeblieben, während die Gewinnsituation sich noch recht gut darstelle. Der Kurs der Aktie an der Frankfurter Börse notierte um 09.45 Uhr unverändert bei 15,00 Euro. Das war nur etwas weniger als beim 52-Wochen-Hoch von 15,85 Euro im Mai vergangenen Jahres. Auf den tiefsten Stand in diesem Zeitraum fiel das Papier im Januar mit 12,90 Euro.

Die IVG schloss im vergangenen Jahr die Konzentration auf ihr Kerngeschäft Gewerbeimmobilien weitgehend ab. Randgeschäfte wie das umsatzstarke, aber margenschwache Gebäudemanagement wurden verkauft. Dem zufolge ging der Gesamtumsatz nach vorläufigen Zahlen um 24 % auf 321,3 Mill. Euro zurück. Das Kerngeschäft weise deutliche Umsatzzuwächse aus, wurde betont. Sie reichten aber nicht aus, um die Abgabe und Entkonsolidierung von Randgeschäften auszugleichen. Zu den Großvorhaben der IVG gehört der Bau des Großflughafens Berlin Brandenburg International, der zusammen mit der Hochtief AG aus Essen erfolgen soll. Für das laufende Jahr erwartet die IVG erneut einen positiven Geschäftsverlauf.

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