Analysten erwarten Aussagen über die neue Strategie
Teldafax steuert in die Verlustzone

Die Telefongesellschaft leidet unter dem Preisverfall in der Festnetzkommunikation. Gleichzeitig sind die Kosten für die Akquisition von neuen Kunden stark gestiegen.

HB/Reuters/vwd FRANKFURT. Die Marburger Teldafax AG hat in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres bei einem höheren Umsatz einen Verlust erwirtschaftet. Unter Einbeziehung der Netztel Plus AG und der Demuth & Dietl GmbH sei der Umsatz auf 307,7 Mill. DM von 305,9 Mill. DM im vergleichbaren Vorjahreszeitraum gesteigert worden, teilte die am Frankfurter Neuen Markt notierte Telefongesellschaft am Dienstag in einer Pflichtveröffentlichung mit. Der Verlust vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen(Ebitda) habe sich auf 8,3 Milllionen DM nach einem Gewinn im Vorjahr von 36,7 Mill. DM belaufen.

Der Rückgang resultiere vor allem aus dem Preisverfall in der Festnetzkommunikation bei gleichzeitig stark gestiegenen Kundenakquisitionskosten, hieß es. Das Ergebnis nach Abschreibungen (Ebit) sei daher mit 34,1 Mill. DM negativ, nach einem positiven Ergebnis im Vorjahreszeitraum von 23,474 Mill. DM. Die Zahl der verkauften Verbindungsminuten im Festnetz der Teldafax beläuft sich den Angaben zufolge im Berichtszeitraum auf über 2,3 Mrd. Minuten mit einem absolut und relativ stark wachsenden Anteil an Vertragskunden.

Analyst Franz Rudolf von Hypo-Vereinsbank Research hatte mit einem höheren Fehlbetrag für die ersten sechs Monate gerechnet. Der Analyst hatte einen Fehlbetrag (US-Gaap) von 5,3 Mill. DM bei einem Umsatz von 341 (306,7) Mill. DM prognostiziert.

Analysten erwarteten bei der Vorlage der Halbjahreszahlen auch mehr Informationen darüber, wie der Telekommunikationsanbieter seine neue Strategie nach dem Einstieg des Großaktionärs World Access umsetzen wird



Verlust im ersten Quartal "schön gerechnet"

Im Juni hatte der Teldafax-Vorstand im Zuge der Beteiligung von World Access für das Gesamtjahr einen Umsatz von 1 Mrd. bis 1,2 Mrd. DM prognostiziert. Auch dies müsse noch konkretisiert werden, da bislang noch unklar sei, wie dies erreicht werden könne, sagte Rudolf.

Die Tatsache, dass Teldafax im ersten Quartal den Verlust von 6,124 Mill. DM mit latenten Steuern von 3 Mill. DM auf einen Fehlbetrag von 3,159 Mil. DM "schön rechnete", hält Peter Klostermeyer von Value Research für "nicht ganz sauber". Ohne latente Steuern erwartet er im ersten Halbjahr einen Verlust von 14 Mill. DM bei einem Umsatz auf Vorjahreshöhe.

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