Analysten erwarten keine besondere Wertschöpfung durch Fusion
Lehman Brothers stufen HypoVereinsbank auf "Underperformer"

dpa-afx LONDON. Das US-Investmenthaus Lehman Brothers hat die HypoVereinsbank auch nach der Übernahme der Bank Austria weiter als "Underperformer" eingestuft. Der Zusammenschluss werde aufgrund des hohen Kaufpreises zu keiner bedeutenden Wertschöpfung führen, betonten die Lehman-Brothers-Analysten in einer am Mittwoch in London verbreiteten Studie. Das zu erwartende zusätzliche Geschäft in Mittel- und Osteuropa werde sich zunächst nur geringfügig auswirken. Daher bleibe es auch bei dem Kursziel von 65 Euro für die Aktie.

Die HypoVereinsbank habe die Synergie-Effekte mit 500 Mill. Euro beziffert, hieß es in der Analyse weiter. Davon müßten jedoch mindestens 175 Mill. Euro abgezogen werden, die die Bank Austria auch bei fortgesetzter Unabhängigkeit einsparen würde. Gewarnt wird auch hinsichtlich der Schwäche im deutschen Hypothekenmarkt und der anhaltenden Kosten für die Sparte e-Commerce.

Ferner habe die HypoVereinsbank den Kauf der Bank Austria mit der verbessert en Position in Mittel- und Osteuropa begründet. Dieser Region seien jedoch nur etwa 10 % des kombinierten Unternehmenskapitals gewidmet. Der Marktanteil sei mit weniger als 5,0 % in den meisten Ländern auch nicht sehr hoch. Nur in Polen liege er bei über 10 %.

Die Lehman-Brothers-Analysten bezeichneten das Ergebnis der HypoVereinsbank im zweiten Quartal als "enttäuschend". Die Kernrate des Return on Equity (ROE) sei von 13 % im ersten Quartal auf 7 % gesunken. Man sei daher besorgt, ob es der Bank gelingen werde, ihr selbst gestecktes Ziel von 12 % für das gesamte Geschäftsjahr zu erreichen.

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