Analysten erwarten keine Nachteile für Deutsche Bank
Deutsche Bank ohne Gegenangebot für J.P. Morgan

Reuters FRANKFURT. Die Deutsche Bank wird nach Angaben aus Frankfurter Bankenkreisen kein Gegenangebot für den Kauf des US-Investmenthauses J.P Morgan abgeben. Da Chase Manhattan J.P.Morgan übernehmen werde, könne man der Sache in Frankfurt gelassen entgegen sehen, hieß es in den Kreisen am Mittwoch weiter. Die Deutsche Bank gab keinen Kommentar zu J.P. Morgan ab. Der Deutsche-Bank-Aktienkurs reagierte kaum.

Deutsche-Bank-Vorstandssprecher Rolf Breuer hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, sein Haus setze auf Wachstum aus eigener Kraft.

Analysten erwarten durch die neue Bankenehe in den USA keine Nachteile für die Deutsche Bank. "Das ist eine gute Nachricht für die Deutsche Bank, weil sie für eine vollständige Investmentbank wie JP Morgan wohl zu viel bezahlt hätte", sagte Alexander Plenk, Bankanalyst bei der Bankgesellschaft Berlin. In den USA habe die Deutsche Bank mit Bankers Trust bereits eine Plattform geschaffen, die nur noch durch kleinere Zukäufe etwa ergänzt werden müsse. "Jetzt sollte die Deutsche lieber Expertenteams für Fusionen und Firmenübernahmen von J.P. Morgan abwerben", sagte Plenk.

Auch Dieter Hein vom Credit Lyonnais sagte, die Deutsche Bank sei mit Bankers Trust besser aufgestellt und habe sich in den USA gut weiter entwickelt. Auch ohne einen großen Zukauf in den USA habe die Deutsche eine Chance, in die erste Liga der internationalen Investmentbanken aufzuschließen.

Chase Manhattan teilte in New York weiter mit, die Übernahme von J.P. Morgan zum Preis von 205 US-Dollar je J.P. Morgan-Aktie dürfte im ersten Quartal 2001 abgeschlossen sein. Die neue Großbank werde den Namen J.P.Morgan Chase & Co haben.

Gegen 13.40 Uhr MESZ notierte die Aktien der Deutschen Bank nahezu unverändert zum Vortagesschlusskurs bei 94,55 Euro.

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