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Analysten erwarten steigende Qualität bei den Neuemissionen

"Ganz klar kommen die Finanzkennzahlen wieder in Mode", erklärt Christian Müller-Glissmann, Analyst bei N.M. Fleischhacker. Wichtig seien Vorhersehbarkeit von Cash-Flow-Prognosen sowie Umsatz- und Gewinnzahlen.

vwd FRANKFURT. Analysten erwarten für 2001 zwar weniger Neuemissionen, dafür aber mehr Qualität bei den Börsenkandidaten. Der im vergangenen Jahr in den Vordergrund getretene Peer-Group-Vergleich zur Bewertung von Unternehmen werde in den Hintergrund treten. Denn stehen die zum Vergleich herangezogenen Unternehmen hoch im Kurs, wird der neue Börsenaspirant automatisch auch hoch bewertet. Dies sage aber noch nichts über Qualität von Management und Unternehmenskennzahlen aus.



Aus diesem Grund seien im vergangenen Jahr Unternehmen zu Preisen an den Markt gekommen, die sich nicht mit den Finanzkennzahlen begründen ließen, kritisiert Müller-Glissmann. Die Kritik an den Emissionsbanken hält der Analyst allerdings für nicht ganz gerechtfertigt. Die Banken hätten lediglich auf die sich verändernden Marktbedingungen reagiert, und zu der Zeit war der Peer-Group-Vergleich als Bewertungsinstrument gefragt. Auf Grund des enormen Konkurrenzdrucks sei es auch zu immer kürzeren Due-Dilligence-Prüfungen gekommen, da einfach nicht genügend Zeit vorhanden war.



Für Müller-Glissmann war die Entwicklung im vergangenen Jahr ein Reifeprozess. Er rechnet damit, dass es wieder umfassende Unternehmensprüfungen und und solide Bewertungen geben wird. Von den Kandidaten, die ihr IPO 2000 verschoben hatten, werden seiner Ansicht nach nicht mehr alle an die Börse gehen, zum einen auf Grund der neuen Qualitätsmaßstäbe und zum anderen wegen unternehmenssprezifischer Faktoren wie Übernahmen oder bereits beantragter Insolvenzverfahren.

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