Analysten erwarten Umsatzverlust
Texas Instruments entlässt angeblich Mitarbeiter

Die größte Sorge für den Halbleiterhersteller bleibe die Abhängigkeit vom Mobilfunk-Sektor, meinen Experten. Auch im zweiten Quartal wird nicht mit einer Umsatzsteigerung gerechnet.

dpa-afx SAN FRANCISCO. Der Halbleiterhersteller Texas Instruments (TI) wird für das erste Quartal voraussichtlich einen Gewinn von 0,16 $ pro Aktie ausweisen. Diesen Durchschnittswert ergab eine Analystenbefragung von Thomson Financial/First Call.

Beim Umsatz erwarteten die Befragten jedoch einen Rückgang von 2,65 Mrd. auf 2,13 Mrd. $. Am 26. Februar hatte TI gewarnt, der Umsatz könnte aufgrund des wirtschaftlichen Abschwungs im ersten Quartal 2001 um rund 20 % hinter den 3,03 Mrd. $ Umsatz im vierten Quartal 2000 zurückbleiben.

Nach Informationen des "Wall Street Journal" wird Texas Instruments mindestens 2 000 Mitarbeiter entlassen. Die Stellenstreichungen sollen bei der Präsentation der Zahlen für das erste Quartal bekannt gegeben werden. Der Stellenabbau weise darauf hin, dass Texas Instruments anscheinend ernstere Probleme habe als bisher angenommen, schrieb die Zeitung.

Weiterer Umsatzrückgang im zweiten Quartal erwartet

"Die größte Sorge für Texas Instruments bleibt weiterhin die Abhängigkeit vom Mobilfunk-Sektor, der einen Umsatzanteil von 20 % hat", schrieben die Analysten von Banc of America Securities. Ihre Anlageempfehlung für die Aktie lautet "Market Perfomer". Zum selben Urteil gelangte Dan Niles, Analyst bei Lehman Brothers.

Er geht allerdings davon aus, dass sich die rückläufige Umsatzentwicklung auch im zweiten Quartal fortsetzen wird. Niles erwartet eine weitere Verringerung um 10 %. Dabei werde sich auch die Gewinnspanne verringern, "trotz der drastischen Anstrengungen des Unternehmen, seine Kosten zu kontrollieren".

"Die Halbleiter-Umsätze im zweiten Quartal werden von der Schwäche aller Endmärkte und geographischen Regionen stark beeinflusst", schrieb der Analyst. "Die einzigen Lebenszeichen scheinen aus dem Breitband-Segment zu kommen, das aber nur zwei bis 3 % des Umsatzes ausmacht", fügte er hinzu.

Hoffnungsträger ist digitale Signalverarbeitung

Die Analysten von Gerard Klauer Mattison waren bei ihrem Ausblick auf das zweite Halbjahr optimistischer. Das Unternehmen hat ihnen zufolge "durch seine Schwerpunktsetzung auf das schnell wachsende Geschäft mit Lösungen für die digitale Signalverarbeitung (DSP) und die Einstellung wenig profitabler Geschäfte bedeutende Fortschritte bei der Verbesserung seiner strategischen Ausrichtung gemacht". Zudem werde es ab Mitte des Jahres von der Einführung der Mobiltelefone der "2,5-ten Generation" profitieren.

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