Analysten erwarteten geringeren Rückgang
USA: Auftragseingang bei langlebigen Gütern enttäuscht

Die Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter bei den Unternehmen der US-Industrie sind im April kräftiger zurückgegangen als erwartet.

vwd WASHINGTON. Die Bestellungen langlebiger Wirtschaftsgüter bei den Unternehmen der US-Industrie sind im April kräftiger zurückgegangen als erwartet. Einer Mitteilung des US-Handelsministeriums vom Mittwoch zufolge verringerten sie sich auf Monatssicht um 2,4 %. Von vwd befragte Volkswirte hatten vor dem Hintergrund des durch Bestellungen für Kampfflugzeuge bedingten kräftigen Anstiegs im Vormonat um revidiert 1,4 (vorläufig: plus 1,5) Prozent für April zwar auch mit einer Gegenreaktion gerechnet. Im Konsens wurde dabei allerdings lediglich ein Minus von 1,3 % prognostiziert.

Laut US-Handelsministerium verzeichneten dabei nahezu alle Teilbereiche Rückgänge der Bestellungen. Positive Vorzeichen hätten lediglich die Kategorien Primärmetalle, Zivilflugzeuge sowie Computer verzeichnet. Der Auftragseingang ex Transport sank den Angaben der Behörde zufolge im April um 1,2 Prozent verglichen mit dem Vormonat, nachdem für März eine revidierte Zunahme um 1,1 (vorläufig: plus 1,8) Prozent ausgewiesen worden war.

Die Bestellungen ohne Berücksichtigung des Rüstungssektors verringerten sich im April binnen Monatsfrist um 1,5 Prozent. Für März nannte das US-Handelsministerium hier ein revidiertes Plus von 0,7 Prozent, nachdem es vorläufig eine Zunahme um 1,3 Prozent ausgewiesen hatte.

Besonders kräftig sank der Auftragseingang der Behörde zufolge im April im Transportsektor, wo sich das Minus auf 5,4 Prozent belief. Dabei seien die Bestellungen von Automobilen und Automobilteilen um 3,0 Prozent geschrumpft, während die Orders von Zivilflugzeugen um 48,6 Prozent zulegten. Für den Rüstungssektor wies das US-Handelsministerium einen Rückgang der Bestellungen um 19,4 Prozent aus, wobei sich mit einem Minus von 26,4 Prozent die Aufträge für Militärflugzeuge besonders deutlich verringerten.

Beobachter wiesen in einer ersten Reaktion auf die Daten darauf hin, dass sich die US-Unternehmen bei der Auftragsvergabe offenbar weiterhin in Zurückhaltung übten.

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