Analysten haben mit Gewinnrückgang gerechnet
Auch Matsushita leidet unter Handy-Flaute

Die Preise für Handys bleiben konstant niedrig, während die Entwicklungskosten bei Matsushita steigen. Seine Gewinnprognosen konnte der japanische Handy-Hersteller im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht erfüllen. Für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen angesichts der gesenkten Prognosen für den Weltmarkt von einer schwierigeren Entwicklung aus.

rtr TOKIO. Die zu den größten Handy- Herstellern der Welt zählende japanische Matsushita Communication Industrial Co hat im vergangenen Geschäftsjahr unter anderem wegen der Marktschwäche ihre eigenen Prognosen verfehlt. Der Konzerngewinn im Geschäftsjahr 2000/01 (zum 31. März) sei auf 33,87 Mrd. Yen (rund 600 Mill. DM) nach 35,10 Mrd. Yen im Vorjahr gesunken, teilte der fünftgrößte Handy-Hersteller der Welt am Donnerstag in Tokio mit. Zuletzt hatte das Unternehmen selbst einen Gewinn von 38,5 Mrd. Yen angekündigt gehabt. Für das laufende Jahr werde ein Gewinnrückgang auf 26,5 Mrd. Yen erwartet. Das operative Ergebnis werde ähnlich stark sinken.

Matsushita stellt Funktelefone der Marke Panasonic her und ist der größte Handy-Hersteller Japans. Das Unternehmen begründete die Entwicklung unter anderem damit, dass die Kosten für die Entwicklung von leistungsfähigen Telefonen immer weiter stiegen, während die Verkaufspreise niedrig blieben. Zudem hatte zuletzt ein Softwareproblem bei einem neuen Modell dessen Einführung verzögert. 800 000 bereits vertriebene Telefone wurden zurückgerufen. Analysten hatten daher bereits erwartet. dass Matsushita seine Prognosen verfehlen werde.

Lagerbstände steigen

Insgesamt lieferte Matsushita im abgelaufenen Geschäftsjahr 21,5 Mill. Handys aus, davon 14 Mill. in Japan. Der Umsatz stieg auf 1,06 Billionen Yen nach 936 Mrd. Yen im Jahr zuvor. Für das laufende Geschäftsjahr geht das Unternehmen angesichts der gesenkten Prognosen für den Weltmarkt von einer schwierigeren Entwicklung aus. Die Lagerbestände stiegen, und es werde schwierig sein, sie in diesem Jahr abzubauen, teilte der Konzern mit.

Zuletzt hatten auch andere Unternehmen der Branche ihre Prognosen deutlich gesenkt. Marktführer Nokia hatte seine Absatzprognose auf ein Wachstum um 20 % von zuvor 25 bis 35 % nach unten angepasst. Konkurrent Ericsson erwirtschaftete zuletzt Verluste und hat den Abbau von bis zu 22 000 Stellen angekündigt. Der zweitgrößte Handy-Hersteller Motorola streicht ebenfalls 22 000 Arbeitsplätze. Der deutsche Siemens-Konzern, der mit Ericsson um die dritte Position unter den größten Herstellern wetteifert, plant den Abbau von mehr als 6 000 Stellen in den Sparten Netzwerke und Mobilfunk.

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