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Analysten: Handy-Rückruf könnte Gewinn der Siemens-Handysparte belasten

Der vorübergehende Verkaufsstopp der 65er-Handyreihe von Siemens könnte nach Einschätzung von Analysten zu einer Gewinnbelastung in der Mobilfunksparte führen. "Die Zusatzkosten für die Rückrufaktion drücken auf den Gewinn", sagte Theo Kitz, Analyst bei Merck Finck, am Freitag in München.

dpa-afx FRANKFURT. Der vorübergehende Verkaufsstopp der 65er-Handyreihe von Siemens könnte nach Einschätzung von Analysten zu einer Gewinnbelastung in der Mobilfunksparte führen. "Die Zusatzkosten für die Rückrufaktion drücken auf den Gewinn", sagte Theo Kitz, Analyst bei Merck Finck, am Freitag in München.

Die Software-Mängel bei den 65-Gräten seien eine "schlechte Nachricht" für den Konzern. Siemens will im vierten Quartal seine Handy-Sparte in die Gewinnzone zurückführen. Der Elektro-Konzern hatte am Donnerstag vor Software-Problemen bei seinen Handys aus der 65er-Reihe gewarnt. Die Mobilfunkanbieter O2, Vodafone, E-Plus und T-Mobile stoppten darauf den Verkauf der Reihe.

Marktanteil Unter Druck

Experte Kitz erwartet, dass der Marktanteil von Siemens unter der Rückrufaktion leiden werde. "Nokia ist sehr aggressiv geworden", sagte er. Der weltgrößte Hersteller von Mobiltelefonen hat die Preise für seine Geräte massiv gesenkt, um Marktanteile zurückzugewinnen.

Nach Einschätzung von Thomas Hofmann, Analyst bei der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP), wird der Softwarefehler bei den Siemens-Handys nur zu einer "temporären Belastung" führen. "Der Absatz der 65-Reihe wird dadurch nicht nachhaltig geschwächt", sagte Hofmann.

Nach Siemens-Angaben kann es bei einem automatischen Abbruch eines Telefonats auf Grund eines leeren Akkus zum lauten Abspielen einer Ausschaltmelodie kommen. "Im Extremfall könnte die Lautstärke zu Hörschäden führen. Allerdings besteht diese Gefahr nur dann, wenn das Handy beim Abspielen der Melodie direkt ans Ohr gehalten wird", erklärte das Unternehmen.

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