Analysten hatten mit noch schlechteren Zahlen gerechnet
Druckerhersteller Lexmark verdient weniger

Der amerikanische PC-Drucker-Hersteller Lexmark International Inc. hat für sein drittes Quartal deutlich gesunkene Gewinnzahlen mitgeteilt, die aber über den Analystenschätzungen lagen. Im vierten Quartal würden darüber hinaus Restrukturierungsaufwendungen von 35 bis 45 Mill. $ anfallen, teilte Lexmark am Montag in Lexington im US-Bundesstaat Kentucky mit.

Reuters LEXINGTON. Für das vierte Quartal erwartet Lexmark nach eigenen Angaben nun einen Umsatzanstieg von zehn bis 15 % und einen Gewinn je Aktie vor Restrukturierungskosten zwischen 55 und 65 Cent. An der Wall Street reagierte die Aktie des Druckerherstellers auf die Zahlen und Ankündigungen bis zum frühen Abend (MESZ) mit einem deutlichen Kursanstieg.

Der Gewinn im dritten Quartal sei im Vorjahresvergleich um 14 % auf 66,1 (Vorjahr 76,5) Mill. $ gesunken, hieß es. Pro Aktie ergebe sich daraus ein Ergebnis von 50 (56) Cent. Laut einer Umfrage von First Call/Thomson Financial hatten Analysten im Vorfeld mit einem niedrigeren Gewinn je Aktie von 47 Cent gerechnet. Die Zahlen lagen zudem am oberen Rand der vom Unternehmen im September genannten Spanne für den Gewinn je Aktie. Damals hatte das Unternehmen seine Gewinnprognose für das dritte Quartal nach unten gesenkt. Davor waren Analysten für das dritte Quartal noch von einem Gewinn je Aktie von 60 Cent ausgegangen.

900 Arbeitsplätze sollen entfallen

Lexmark kündigte ferner ein umfassendes Restrukturierungsprogramm an, das den Abbau von rund 900 Arbeitsplätzen im Konzern vorsieht. Dabei handelt es sich laut Lexmark vor allem um die Verlegung von Produktionsstätten für Laser-Drucker nach Lateinamerika und Asien. Im vierten Quartal würden die Aufwendungen mit etwa 19 bis 24 Cent je Aktie zu Buche schlagen. "Dies ist kein großflächiger Abbau", sagte Lexmark-Chef Paul Curlander. Die erwarteten jährlichen Einsparungen von rund 100 Mill. $ würden in das Geschäft reinvestiert. Zudem würden die Einsparungen für Preisaktionen im Wettbewerb eingesetzt, sagte Curlander.

Der Umsatz habe im Berichtsquartal um zehn Prozent auf 927 (845) Mill. $ zugelegt, teilte Lexmark weiter mit. Ohne Fremdwährungseinflüsse sei der Umsatz des Druckerherstellers um 15 % gestiegen.

An der Wall Street verzeichnete die Lexmark-Aktie bis zum frühen Abend (MESZ) einen kräftigen Kursanstieg von 19,49 % auf 35-1/4 $.

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