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Analysten hatten Scheitern erwartet

bue DÜSSELDORF. Analysten der BHF Bank und BfG Bank wurden von der Nachricht des Endes der Gespräche zwischen Commerzbank und Dresdner nicht überrascht. Das Scheitern der Gespräche sei zu erwarten gewesen, sagte Volker von Krüchten, Anlayst bei der BHF Bank. Die Dresdner sei von der Commerzbank zu sehr bedrängt worden.

Auch Martin Haug, Analyst bei der BfG Bank, wundert sich nicht. Die Aussage von Kohlhaussen, Sprecher des Vorstands der Commerzbank AG, von der "Fusion unter Gleichen", sei nicht realistisch gewesen. Die Dresdner sei insgesamt der attraktivere Partner, der es sich leisten könne Gespräche zu beenden. Aus seiner Sicht sei es gut, dass die Fusion nicht zustande gekommen sei. Für die Bankaktien der Dresdner, wie auch der Commerzbank sehe er gerade wegen der geplatzten Fusion ein großes Kurspotential. Die beiden Banken hätten nicht zueinander gepaßt, sagt Krüchten von der BHF Bank.

Die Dresdner sei der interessantere Partner von beiden, da die Bank eine fokussierte Strategie erkennen lasse. Zudem habe sie eine stille Reserve von 15 Mrd. DM vor Steuern und sei durch Eichels Steuergeschenke noch einmal um 7 Mrd. DM reicher geworden. Diese Gelder könne sie ins Bankgeschäft einbringen. Auch Haug glaubt nicht, dass Commerzbank und Dresdner zueinander gepaßt hätten. Für die Zukunft sehe er für die Commerzbank auf paneuropäischer Ebene Kooperations- und Fusionspartner; wie die niederländische ABM Ambro und den Finanzkonzern ING. Für die Dresdner könnten amerikanische Investmentbanken interessante Gesprächspartner für Fusionen sein.

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