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Analysten: Kaufhäuser müssen attraktiver werden

jös DÜSSELDORF. Der erste öffentliche Auftritt des neuen Karstadt-Quelle-Chefs Wolfgang Urban war unter den Analysten mit Spannung erwartet worden. Seine Strategie stieß auf ein positives Echo.

Urban habe den richtigen Weg eingeschlagen, meint Analystin Claudia Erdmann von der Hamburgischen Landesbank. Nun müsse sich zeigen, ob er das auch umsetzen könne. Die angekündigte Ausweitung des E-Commerce-Aktivitäten sind aus ihrer Sicht der richtige Weg, um Kosten zu reduzieren. "Sehr groß waren die Renditen in der Vergangenheit ja nicht", sagt Erdmann. Sie bewertet auch positiv, dass Urban nun die Immobilien besser managen will. "Da ist früher viel Geld verpulvert worden."

Das Ziel Urbans, bis 2003 das Ergebnis vor Steuern auf 1,4 Mrd. DM zu verdreifachen, hält Jörg Christian von der WGZ-Bank für erreichbar. Die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr lasse diese Prognose zu, so Christian. Analyst Nikolai Baltruschat von der Deutschen Bank bezeichnete Urbans Ergebnisziel bis 2003 allerdings als "mager" moderat.

Karstadt-Quelle könne deutlich mehr Umsatz machen, meint Claudia Erdmann von der Hamburgischen Landesbank, wenn die Warenhäuser attraktiver werden - so wie die Kaufhof-Filialen, die auf das Galeria-Konzept umgestellt wurden. "Es reicht heutzutage nicht mehr aus, Waren in ein Haus zu stellen", sagt sie, "das Einkaufsverhalten hat sich verändert." Beispielhaft sei die neue "Erlebnisplattform" der Karstadt-Filiale in der Hamburger Mönckebergstraße, "wo man skaten und auch mal in der Sonne sitzen kann".



Die Analysten der WestLB beurteilen die weitere Entwicklung der Aktie skeptisch und bewerten den Wert als "Underperformer". Den Gewinn pro Aktie schätzen die Experten auf 1,20 Euro für 2000 und auf 1,55 Euro für 2001. Zum gleichen Urteil - "Underperform" - kommen die Analysten von Merck, Finck & Co. Sie schätzen den Gewinn für 2000 auf 1,72 Euro und 2,19 Euro für 2001.

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