Analysten: Kosmetikgeschäft ist weniger krisenanfällig: Beiersdorf weiter auf Rekordkurs

Analysten: Kosmetikgeschäft ist weniger krisenanfällig
Beiersdorf weiter auf Rekordkurs

Der Kosmetikkonzern Beiersdorf hat bei Umsatz und Gewinn 2001 die eigenen Prognosen übertroffen und peilt getragen vom Erfolg seiner Marke Nivea 2002 weitere Rekorde an.

Reuters HAMBURG. Allen Konjunkturschwächen zum Trotz erhöhte der Konzern sein Betriebsergebnis im abgelaufenen Jahr um knapp 20 %, das damit überproportional zum Umsatz zulegte. Die Erlöse stiegen um gut 10 %. Für das gerade angelaufene Jahr stellte Beiersdorf ein Umsatzwachstum von 5 % und weitere Ergebnisverbesserungen in Aussicht. Analysten erwarten, dass diese Prognose erneut übertroffen wird und der Konzern stärker wächst als von ihm selbst angekündigt. Die Beiersdorf-Aktie legte am Mittwoch gegen den Börsentrend zu.

Den vorläufigen Zahlen zufolge erhöhte sich das Betriebsergebnis (Ebit) auf 465 Mill. Euro nach 389 Mill. im Jahr zuvor. Der Jahresüberschuss wuchs sogar um fast 24 % auf 280 Mill. Euro und damit um fünf Mill. Euro mehr als von Beiersdorf selbst angekündigt. Darin ist allerdings ein einmaliger Ertrag von 23 Mill. Euro aus dem Verkauf des Wundversorgungsgeschäfts enthalten. Bereinigt um diesen Posten stieg der Gewinn um 13,7 %. Auch beim Konzernumsatz lag Beiersdorf mit 4,542 Mrd. Euro leicht über den eigenen Prognosen von 4,53 Mrd. Euro. Nivea trug mit 2,5 Mrd. Euro allein mehr als die Hälfte zum Umsatz bei.

Nach Einschätzung von Analysten ist das Kosmetikgeschäft weniger krisenanfällig als andere Branchen. Deshalb wird der im Börsenindex für mittelgroße Unternehmen notierte Wert regelmäßig zum Kauf empfohlen.

Die Bank M.M. Warburg teilte mit, das Bewertungspotenzial von Beiersdorf sei bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Der Konzern sei finanziell stark genug, um weiter zu wachsen. Da sich zudem die Frage der künftigen Eigentümerstruktur stelle, sei Beiersdorf auch für industrielle Wettbewerber stets sehr interessant. Damit sprachen die Experten Spekulationen an, der Hamburger Kaffeeröster Tchibo könnte seine Beteiligung an Beiersdorf von zurzeit 30 % erhöhen und dazu Anteile erwerben, die der Versicherer Allianz derzeit hält. Die Allianz besitzt nach früheren Angaben 38 % an Beiersdorf. Zuletzt war auch für möglich gehalten worden, der Versicherer könnte über die Börse weiter zukaufen, um bei einer Mehrheit einen Zuschlag für Beiersdorf kassieren zu können.

Auch der Waschmittelkonzern Henkel soll an Übernahme interessiert sein. Tchibo will sich mit einer Aufstockung seiner Beiersdorf-Anteile ein zweites industrielles Standbein verschaffen.

Beiersdorf legten am Mittwoch gegen den Markttrend leicht zu. Am Mittag notierte die Aktie mit 128,70 Euro fast 2 % über ihrem Vortagesschluss.

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